Mittwoch, 20. April 2011

"Nausicaä - Prinzessin aus dem Tal der Winde"- So schön ist die Natur


"Ich bin an einen Punkt gelangt, an dem ich einfach keinen Film mehr machen kann, ohne das Problem der Menschheit als Teil eines Ökosystems anzusprechen."

Miyazaki ist immer dann am prächtigsten wenn er uns die Natur mit der Unterstützung des Komponisten Joe Hisaishi näher bringt. Seine Geschichte ist emanzipiert durch die Hauptperson, die selbstlos jedes Opfer bringt um andere zu retten und hochgradig pädagogisch in jeder Beziehung. Natur im Einklang mit den Menschen ist für ihn elementar und das Verständnis das er für diese aufbringt beispielslos.
Der Film ist 27 Jahre alt, doch wirkt er so frisch und perfekt passend in unsere Zeit wie kaum ein anderer.Der künstlerische Anspruch geht einher mit der Botschaft die vermittelt werden soll, auch wenn dies des öfteren mit dem erhobenen Zeigefinger geschieht.

"Nausicaä" ist vergleichbar mit "Prinzessin Mononoke" und mindestens genauso schön und hervorragend gestaltet. Der unverkennbare Stil und die Liebe zur Natur machen jeden Film den ich bisher von Hayao sah zu einem Ereignis.

Fazit: Umweltparabel, wunderschön und poetisch.


8/10 Punkte

"JCVD"- Schade, dass war vielleicht die letzte Chance...


Die Filme "The Wrestler" und "JCVD" kamen beide 2008 in die Kinos. Beide Filme sind die Rehabilitation eines gefallen Stars. Der Eine mit Namen Rourke war ein A-Schauspieler, der sich selbst zerstörte, der andere war ein geliebter B-Movie Actionstar.

Vielleicht ist der Vergleich ein wenig gewagt, aber sie zeigen beide den letzten Versuch anerkannt zu werden und ihre Karriere neu in Schuss zu bringen. Kurios und ebenso größter Kritikpunkt ist die Tatsache, dass sich Jean Claude Van Dame selbst spielt, wir ihm aber selten nahe sind, wo hingegen Mickey Rourke einen Wrestler verkörpert, wir uns aber den ganzen Film über denken, man das stimmt irgendwie, dass ist wie sein Leben.

Damme spielt mit Sympathie und Hingabe und zeigt in einer ganz besonderen Szene was in ihm steckt. Er gleitet sozusagen symbolisch aus dem Film und spricht ehrlich und offen mit dem Zuschauer über sein Leben. Diese Szene ist das Herzstück des Films und bewegt. Schade ist nur das man sich nach der Szene wieder in der etwas holprigen und uninspirierten Handlung befindet.

Wäre der Film ein vollkommenes Biopic und hätte ein anderer Regisseur den Film gemacht, wäre Van Damme Anwärter auf den Oscar gewesen und hätte seine ganzen Entäusschungen bei den Fans wettgemacht. So bleibt ein etwas unausgereift wirkender Film mit einer einzigen und unglaublichen Szene, die eine den Prügelknaben ins Herz schließen lässt.

Schlecht ist der Film nicht, nur eben kein großer Wurf. Sehr sympathisch, aber auch verschenkt und traurig, vielleicht war das Jeans letzte Chance in unserem kollektiven Bewusstsein einiges gut zu machen.

Fazit: JCVD, ich mag dich. Du hättest mehr verdient als das!


4,5/10 Punkte

"The Last House On The Left"- Auch ein guter Vertreter des (Remake) Genres


Der Index, mein alter Freund. Natürlich kann ich mal wieder nicht auf Cravens Original zugreifen und muss mich mit einem Remake begnügen. Aber erst als ich las das Wes den Film Produziert hatte wurde ich hellhörig, denn dies tat er auch beim "The Hills Have Eyes" Remake, das wie im vorherigen Post erwähnt einen starken Vertreter des "Remakegenres" darstellt.

Dennis Iliadis ist ein moralfreier und harter Revenge-Streifen gelungen den man wohl oder übel als Kreuzung von "Funny Games" und "The Devils Rejects" betrachten kann. Nicht so verkopft und Kunst betont wie der unglaublich dämmliche "Funny Games", aber auch nie so brilliant wie Zombies Mördertruppe und auch niemals so gnadenlos stilsicher.

Positiv tritt Murphys Score hervor, den ich zu meinen Lieblingskomponisten der 2000er bennen sollte, auch ist das Ensemble unverbraucht und gut und fügt sich hervorragend in das komplette Ambiente ein. Die letzte halbe Stunde ist superb gestaltet und ist ein weiteres Highlight.

Glattgespülte Optik und teils dumpfe Dramaturgie, sowie ein langgestreckter Anfang mindern den Funfaktor und rauben das nötig gewesene Tempo und den Anzug von Spannung. Eine Mikrowelle ist am Ende ein atmosphärischer Killer der seines gleichen sucht und die mit ihr verbundene Szene ist wirklich abträglich für das runde Gesamtbild.

Fazit: Ein weiteres Remake das Spaß macht. Ich sollte zum Doktor.


6,5/10 Punkte

"The Hills Have Eyes"- Remakes machen Spaß . . . manchmal


Spaßige, sowie erbarmunglose Schlachtplatte, bei der man sich nie sicher sein kann wer als nächstes ins Gras beißt. Leider muss ich zugeben das ich das Original nicht kenne und somit keine Vergleichsmöglichkeit habe, aber der Aja hat den von Craven mitproduzierten Film ordentlich gemacht. Die Exposition ist etwas lang und beliebig, aber dann knallt es und zwar richtig. Ein leckeres Blut-und Splatterinferno wird einem auf einem radioaktiven Tablett serviert und wir dürfen das mit einer einer Axt essen. Hmm, lecker...Herr Ober bitte noch eine kleine Prise Gesellschaftskritik und das Gericht ist einfach köstlich. Die Darsteller sind, für diese Produktionen eher ungewöhnlich, erstaunlich spielsicher und glaubwürdig und es wird fast die ganze Zeit auf den "Idiot auf dem Speicher" verzichtet.
Leider konnte ich mit dem am Anfang eher unfreiwillig komischen Mongos nicht viel anfangen und mich hat der Film nie wirklich gethrillt oder geschockt, eher amüsiert und unterhalten. Die letzte halbe Stunde aber macht unglaublichen Spaß, auch ohne wirklich angsteinflößende Übeltäter.

Fazit: Aja, guter Horror.


7/10 Punkte

"Enter the Void"- Seelenlos-leeres Kino




Ein erschreckender sinnentleerter Film von Gaspar Noe.
Der Regisseur interessiert sich weder für seine Figuren noch für eine Geschichte, sondern zeigt uns 2 einhalb Stunden lichtdurchflutete Räume.
Jeglicher Wille zur Posie oder Magie fehlen, alles ist völlig uninteressant, noch nicht einmal Darsteller überzeugen. Armutszeugnis für das Kino des Geschichtenerzählens, aber vielleicht ein großer technischer Sprung und Auslotung des möglichen, doch leider völlig belanglos, verkrampft künstlerisch und desinteressiert am Selbigen.

Selbst Tokio als Schauplatz ist eigentlich völlig egal, es geht nur um Leuchtreklame, dass hätte auch jede andere Stadt sein können.
Noe will uns nicht unterhalten und nichts erklären, aber Filme machen und dann auch noch Kunst!? Das muss jeder selbst für sich entscheiden, was dieses Machwerk für einen ist. Aber warum braucht ein Regisseur dafür 2 einhalb Stunden. Und wieso erzählt er nichts...? Das weiß er wohl selbst am besten. Hoffen wir es mal. Technisch 1A, bringt mir aber trotzdem nichts.
Sinnlos ist das Leben. Wenn das die Message ist...dann sage ich einmal laut DANKE und vergesse diesen Film.

Fazit: Technik ist eben doch nicht alles, Herr Noe.


1/10 Punkte

Sonntag, 17. April 2011

"Fight Club"- Where is my mind?




Fight Club, Fight Club.....
Ich bin mit ziemlich tiefen Erwartungen an den Film gegangen! Das liegt aber nicht daran das ich David Fincher Für einen schlechten Regisseur halte, sondern aus zwei anderen Gründen! Sieben fand ich sehr missraten und meistens habe ich es nicht so mit gehypten Filmen! Ich suche mir meine Filme selber aus die ich sehen will und nicht danach wie viele Leute und Kritiker den toll finden! Ich wurde sofort in den Film hineingezogen und ertappte mich dabei wie ich jedes Bild mit Freuden aufsog! Fight Club beginnt und bleibt die ganze Zeit über Sozialstudie. Als Drama über einen Mann der in der in der Gesellschaft verloren gegangen ist hätte mir das ganze schon gereicht und ich hätte den Film super gefunden, doch Fincher setzt noch einen Drauf und entfesselt ein Twist-Feuerwerk, dem ich mich nicht entziehen konnte. Nach dem gucken empfand man sofort das Gefühl diesen Film erneut sichten zu wollen. Brad Pitt mit dem ich nie wirklich viel anfangen konnte brilliert hier als Tyler Durden, und ich komme nicht umhin ihn einfach saucool zu finden.
Doch was macht diesen Film so besonders? Natürlich der herausragende Endtwist, an den ich manchmal gedacht hatte, aber den Gedanken wieder verworfen hatte, weil ich es zu absurd fand. Doch es macht durchaus Sinn. Trotzdem gibt es auch hier komische Szenen die man doch nicht entschleiern kann die ich aber aus Respekt vor den Leuten die den Film noch nicht kennen nicht spoilern werde. Nein, nicht nur das Ende weiß zu überzeugen, sondern auch die stilsichere Inszenierung und ein absolut passendes Setdesign. Man wird praktisch in eine andere Welt katapultiert,in eine nicht wirklich reale, aber auch nicht wirklich fiktionale. Edward Norton passt für seine Rolle perfekt und wirkt nie künstlich oder gestellt! Die Brutalität halte ich hier nicht für sehr schlimm, ich finde eher sie unterstreicht die Hilflosigkeit der Protagonisten, die gefangen sind in diesem Großstadtdschungel und für die dieser "Fight Club" als ein großer Rettungsanker dient. Die umwerfende Helena Bonham Carter ist wie eigentlich in jedem Film wieder einmalig und passt auch perfekt. Bei Fight Club gerät man in einen Rausch den man als Filmfan nicht missen sollte und der vielleicht sogar Sozialkritscher ist als manches geheucheltes Drama.

Fazit: Gucken.


10/10 Punkte

"Hangover"- Hängt durch wie eine volle Windel






Kömodie des Jahres? Und ich kann nicht lachen. Bin ich anders als die anderen? Ist sowas heutzutage witzig? Unlustige Aneinadereihung müder Fliessbandgags. Vielleicht liegt es auch daran das die meisten Zuschauer den Film nicht im Original gesehen haben! Möglicherweise retten die Synchronsprecher das ganze etwas, dass kann ich nicht beurteilen! Aber aus welchen humoristischen Spären wir doch eigentlich kommen. Louis de Funes, Loriot, Heinz Erhardt usw. Wenn die das ganze gesehen hätten, hätten die sich im Grabe umgedreht! Es gibt hier auch kein Lichtblick zu melden, denn kein einziger dieser unsympathische klischee Typen kann schauspielerisch überzeugen. Ach so ein Funes, das waren hinzu kommend Komiker aus dem Bauch die trotzdem Schauspieler waren. Und seien wir mal ehrlich, die Truppe hätte an ''Schauspielern'' hätte man auch mit Heinz Doof besetzen können. ''Komödie'' ohne Charakter möchte ich es nennen. Gehyptes Nichtum, dem ich aus der filmischen und unterhaltenen Sicht nichts abgewinnen kann. Das tragische dabei ist das so etwas heutzutage die Komödie des Jahres ist!


1/10 Punkte

"Es war einmal in Amerika"- Leones Langeweileepos


Dröge,langweilig,gewollt,langsam und in die Länge aufgebläht!

Sergio Leone der mit Spiel mir das Lied vom Tod für mich ein Meisterwerk geschaffen hat und dessen Todesmelodie auch toll war liefert mit dieser vom Jungen zum Gangster Geschichte eine furchtbar aufgeblähte 4 Stündige lobhuldigung seiner selbst.

Die Musik von Leones Stammkomponisten Ennio ist natürlich ein Knaller, den dieser Mann hat in seinem Leben noch nie etwas schlechtes abgeliefert.

Die Story ist arg ausgelutscht, die Regie betulich und zeigt nur selten Leones eigentliche Raffinesse. Und die Schauspieler bei denen De Niro der Hauptdarsteller ist sind einach uninteressant. Robert zeigt im ganzen Film immer den einen Ausdruck nur in der letzten Szene ist es einmal ein anderer.

Die wohl beste Performance liefertist die blonde Prostituierte!
Die Episode in der man Noodles Kindheit sieht finde ich toll und erinnert irgendwie stark an Oliver Twist.

Doch dann verliert der Film völlig das Interesse an seinen Figuren und ist nur noch langweilig und undifferenziert. Keine der Charaktere thrillt mich, keiner der Charaktere hat etwas besonderes an sich, sodass ich ihnen länger zu gucken wollen würde.

Man denke mal an Spiel mir das Lied vom Tod. Dort ist jede Bewegung der Protagonisten eine Offenbarung und hier passiert auf 4 Stunden Film überhapt nichts nennenswertes.

Es gibt keine richtigen Bösen, keinen Sympathieträger und kein spannendes Duell, ob es nur mit dem Worte oder der Waffe ist.

Fazit: Schade Leone, viele hast du damit überzeugt...mich nicht!


4/10 Punkte

"Düstere Legenden"- Gut geklaut


Netter Teen-Slasher, der auf der Erfolgswelle von Scream und Ich weiß was du letzten Sommer getan hast mitschwamm. Das Grundgerüst der düsteren Legenden wirkt arg gekünstelt und uninspiriert und passt überhaupt nicht zur nachvollgenden Auflösung. Doch muss man Urban Legend (Originaltitel) zu Gute halten, dass der Film schön gefilmt, teilweise klasse gespielt und atmosphärisch ist. Ein Slasher für nebenbei, nichts wirklich spannendes, aber doch mit Herzblut und einigen Scream Referenzen gespickt.

Fazit: Teenie-Horror mit leichtem nostalgie Faktor, mit etwas entäusschender Auflösung und einem guten Cast. Tut keinem Weh und macht dem Slasher Fan Spaß!!


7/10 Punkte

"Nightmare on Elm Street"- Freddie Goes Classic...


Diesen Film kann wohl als "Slasher" schlechthin bezeichnen. Robert Englund glänzt in der Rolle des Krüger und hat sichtlich Spaß daran. Auch die Jungdarsteller sind sehr überzeugend, was heutzutage ja wirklich selten vorkommt. Und man kann auch sagen das Was Craven einen gewissen Typ für sein final girl hat, denn auch die Sydney aus Scream weißt einige Paralellen zu ihr auf. Die Grundidee ist so klasse und genial umgesetzt, dass man nur sagen kann: Leute des Modernen Horrors, guckt euch einmal einen Craven an, seht wie er Atmosphäre entwickelt, schaut wie er sterotype Charaktere zu Symapthieträgern macht und lernt das es nicht immer nur sinnloser blutige Effekte sein müssen, sondern das man auch anders Spannung erzeugen kann. Man ist der gute alte Teen-Slasher ausgestorben? Oder schafft Craven zum dritten Mal einen Revolutionären Horror, nämlich Scream 4? Wir dürfen bei diesem Mann gespannt sein!

Fazit: Krasser Klassiker des Genres, dessen Setting, Effekte, Schauspieler und die mit genialen Einfällen gespickte Regie einfach überdurchschnittlich überzeugen und jedem Horror Fan bei der letzten Szene des Films, wenn Freddies Lied ertönt ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.


8/10 Punkte