Fortsetzung von "Haus der 1000 Leichen".
Durch den Kniff die zweiten Teil nun aus der Sicht der Killerfamilie zu zeigen, manipuliert uns Rob Zombie bis zum geht nicht mehr. Wir fiebern, verzweifeln, leiden und lachen mit diesen Psychopathen und müssen uns nachher selber fragen ist das normal? Ja ist es, wenn man Psychos so brilliant in Szene setzt wie Zombie es macht dann ist es okay.
Stilistisch irgendwo zwischen Kill Bill 2 und einem saftigen Western, liefert Rob ein Roadmovie ab das sich gewaschen hat und hat mal wieder eines nicht vergessen. Wo er her kommt. Von der Musik. Also bekommen wir noch einen saftigen Retrosoundtrack auf die Ohren, der das ganze noch perfekt untermalt und uns noch mehr mit dieser "liebenswerten" Familie mitfiebern lässt. Nicht zu vergessen ist außerdem das Zombie seinen Humor nicht verloren hat und so haut er fast in jeder Szene brilliant-bissig-dumpfe Dialoge heraus die einem Tarantino wirklich alle Ehre machen würden.
Bei diesem Kerl bin ich auf weiteres gefasst und komme nicht umhin zu sagen, dass ich sehr traurig bin. Das Ende ist schlimm. So hätte es nicht kommen dürfen, aber nicht zu viel verraten...
Fazit: Saftiges Roadmovie, dass einen manipuliert, einen mitfiebern lässt und nicht vergisst einen grandios zu unterhalten. Großer Trash-Slasher vom Rockschocker Himself.
Danke, Danke dafür.......
9/10 Punkte

Klaustrophobisches Kammerspiel. Genauso klug wie belanglos. Gekonnt höhepunktslos inszeniert, wartet der Film mit seiner eigentlich guten Wendung in der Mitte auf, die wirklich in keinster Form abzusehen war, dennoch bleibt die Bildsprache trocken und blass, die Geschichte erzählt sich aus und die Länge des Films ist zusehens erdrückend, auch wenn es nur 90 Minuten sind. Dafür bleiben die Figuren, so klischeefrei sie teilweise erscheinen, zu eindimensonal.
Bemerkenswert: Gemma Arterton ist schauspielerisch eine kleine rohe Perle, noch nicht perfekt geschliffen aber doch glänzend und schmuckvoll. Potenzial ist vorhanden.
Die anderen beiden Hauptprotagonisten bleiben farblos, glaubwürdig ja, aber das gweisse etwas das sie interessant macht fehlt.
Fazit: Nach der Hälfte immer müder werdendes Thrillerdrama, glaubwürdig verkörpert, twistig, aber zu lang und kalt in seiner Gesamtheit. Überraschender als so mancher Twist, ist da schon die Arterton. Nett, aber kühl.
Bemerkung am Rande: Meine Erwartungen waren nicht niedrig, so wurde ich ein wenig entäusscht, trotzdem möchte ich den Film Thrillerfreunden ans Herz legen. Mit dem Film macht man wenig falsch und interessant ist er ohnehin.
6/10 Punkte