Mittwoch, 20. April 2011

"The Last House On The Left"- Auch ein guter Vertreter des (Remake) Genres


Der Index, mein alter Freund. Natürlich kann ich mal wieder nicht auf Cravens Original zugreifen und muss mich mit einem Remake begnügen. Aber erst als ich las das Wes den Film Produziert hatte wurde ich hellhörig, denn dies tat er auch beim "The Hills Have Eyes" Remake, das wie im vorherigen Post erwähnt einen starken Vertreter des "Remakegenres" darstellt.

Dennis Iliadis ist ein moralfreier und harter Revenge-Streifen gelungen den man wohl oder übel als Kreuzung von "Funny Games" und "The Devils Rejects" betrachten kann. Nicht so verkopft und Kunst betont wie der unglaublich dämmliche "Funny Games", aber auch nie so brilliant wie Zombies Mördertruppe und auch niemals so gnadenlos stilsicher.

Positiv tritt Murphys Score hervor, den ich zu meinen Lieblingskomponisten der 2000er bennen sollte, auch ist das Ensemble unverbraucht und gut und fügt sich hervorragend in das komplette Ambiente ein. Die letzte halbe Stunde ist superb gestaltet und ist ein weiteres Highlight.

Glattgespülte Optik und teils dumpfe Dramaturgie, sowie ein langgestreckter Anfang mindern den Funfaktor und rauben das nötig gewesene Tempo und den Anzug von Spannung. Eine Mikrowelle ist am Ende ein atmosphärischer Killer der seines gleichen sucht und die mit ihr verbundene Szene ist wirklich abträglich für das runde Gesamtbild.

Fazit: Ein weiteres Remake das Spaß macht. Ich sollte zum Doktor.


6,5/10 Punkte

"The Hills Have Eyes"- Remakes machen Spaß . . . manchmal


Spaßige, sowie erbarmunglose Schlachtplatte, bei der man sich nie sicher sein kann wer als nächstes ins Gras beißt. Leider muss ich zugeben das ich das Original nicht kenne und somit keine Vergleichsmöglichkeit habe, aber der Aja hat den von Craven mitproduzierten Film ordentlich gemacht. Die Exposition ist etwas lang und beliebig, aber dann knallt es und zwar richtig. Ein leckeres Blut-und Splatterinferno wird einem auf einem radioaktiven Tablett serviert und wir dürfen das mit einer einer Axt essen. Hmm, lecker...Herr Ober bitte noch eine kleine Prise Gesellschaftskritik und das Gericht ist einfach köstlich. Die Darsteller sind, für diese Produktionen eher ungewöhnlich, erstaunlich spielsicher und glaubwürdig und es wird fast die ganze Zeit auf den "Idiot auf dem Speicher" verzichtet.
Leider konnte ich mit dem am Anfang eher unfreiwillig komischen Mongos nicht viel anfangen und mich hat der Film nie wirklich gethrillt oder geschockt, eher amüsiert und unterhalten. Die letzte halbe Stunde aber macht unglaublichen Spaß, auch ohne wirklich angsteinflößende Übeltäter.

Fazit: Aja, guter Horror.


7/10 Punkte

"Enter the Void"- Seelenlos-leeres Kino




Ein erschreckender sinnentleerter Film von Gaspar Noe.
Der Regisseur interessiert sich weder für seine Figuren noch für eine Geschichte, sondern zeigt uns 2 einhalb Stunden lichtdurchflutete Räume.
Jeglicher Wille zur Posie oder Magie fehlen, alles ist völlig uninteressant, noch nicht einmal Darsteller überzeugen. Armutszeugnis für das Kino des Geschichtenerzählens, aber vielleicht ein großer technischer Sprung und Auslotung des möglichen, doch leider völlig belanglos, verkrampft künstlerisch und desinteressiert am Selbigen.

Selbst Tokio als Schauplatz ist eigentlich völlig egal, es geht nur um Leuchtreklame, dass hätte auch jede andere Stadt sein können.
Noe will uns nicht unterhalten und nichts erklären, aber Filme machen und dann auch noch Kunst!? Das muss jeder selbst für sich entscheiden, was dieses Machwerk für einen ist. Aber warum braucht ein Regisseur dafür 2 einhalb Stunden. Und wieso erzählt er nichts...? Das weiß er wohl selbst am besten. Hoffen wir es mal. Technisch 1A, bringt mir aber trotzdem nichts.
Sinnlos ist das Leben. Wenn das die Message ist...dann sage ich einmal laut DANKE und vergesse diesen Film.

Fazit: Technik ist eben doch nicht alles, Herr Noe.


1/10 Punkte

Sonntag, 17. April 2011

"Fight Club"- Where is my mind?




Fight Club, Fight Club.....
Ich bin mit ziemlich tiefen Erwartungen an den Film gegangen! Das liegt aber nicht daran das ich David Fincher Für einen schlechten Regisseur halte, sondern aus zwei anderen Gründen! Sieben fand ich sehr missraten und meistens habe ich es nicht so mit gehypten Filmen! Ich suche mir meine Filme selber aus die ich sehen will und nicht danach wie viele Leute und Kritiker den toll finden! Ich wurde sofort in den Film hineingezogen und ertappte mich dabei wie ich jedes Bild mit Freuden aufsog! Fight Club beginnt und bleibt die ganze Zeit über Sozialstudie. Als Drama über einen Mann der in der in der Gesellschaft verloren gegangen ist hätte mir das ganze schon gereicht und ich hätte den Film super gefunden, doch Fincher setzt noch einen Drauf und entfesselt ein Twist-Feuerwerk, dem ich mich nicht entziehen konnte. Nach dem gucken empfand man sofort das Gefühl diesen Film erneut sichten zu wollen. Brad Pitt mit dem ich nie wirklich viel anfangen konnte brilliert hier als Tyler Durden, und ich komme nicht umhin ihn einfach saucool zu finden.
Doch was macht diesen Film so besonders? Natürlich der herausragende Endtwist, an den ich manchmal gedacht hatte, aber den Gedanken wieder verworfen hatte, weil ich es zu absurd fand. Doch es macht durchaus Sinn. Trotzdem gibt es auch hier komische Szenen die man doch nicht entschleiern kann die ich aber aus Respekt vor den Leuten die den Film noch nicht kennen nicht spoilern werde. Nein, nicht nur das Ende weiß zu überzeugen, sondern auch die stilsichere Inszenierung und ein absolut passendes Setdesign. Man wird praktisch in eine andere Welt katapultiert,in eine nicht wirklich reale, aber auch nicht wirklich fiktionale. Edward Norton passt für seine Rolle perfekt und wirkt nie künstlich oder gestellt! Die Brutalität halte ich hier nicht für sehr schlimm, ich finde eher sie unterstreicht die Hilflosigkeit der Protagonisten, die gefangen sind in diesem Großstadtdschungel und für die dieser "Fight Club" als ein großer Rettungsanker dient. Die umwerfende Helena Bonham Carter ist wie eigentlich in jedem Film wieder einmalig und passt auch perfekt. Bei Fight Club gerät man in einen Rausch den man als Filmfan nicht missen sollte und der vielleicht sogar Sozialkritscher ist als manches geheucheltes Drama.

Fazit: Gucken.


10/10 Punkte

"Hangover"- Hängt durch wie eine volle Windel






Kömodie des Jahres? Und ich kann nicht lachen. Bin ich anders als die anderen? Ist sowas heutzutage witzig? Unlustige Aneinadereihung müder Fliessbandgags. Vielleicht liegt es auch daran das die meisten Zuschauer den Film nicht im Original gesehen haben! Möglicherweise retten die Synchronsprecher das ganze etwas, dass kann ich nicht beurteilen! Aber aus welchen humoristischen Spären wir doch eigentlich kommen. Louis de Funes, Loriot, Heinz Erhardt usw. Wenn die das ganze gesehen hätten, hätten die sich im Grabe umgedreht! Es gibt hier auch kein Lichtblick zu melden, denn kein einziger dieser unsympathische klischee Typen kann schauspielerisch überzeugen. Ach so ein Funes, das waren hinzu kommend Komiker aus dem Bauch die trotzdem Schauspieler waren. Und seien wir mal ehrlich, die Truppe hätte an ''Schauspielern'' hätte man auch mit Heinz Doof besetzen können. ''Komödie'' ohne Charakter möchte ich es nennen. Gehyptes Nichtum, dem ich aus der filmischen und unterhaltenen Sicht nichts abgewinnen kann. Das tragische dabei ist das so etwas heutzutage die Komödie des Jahres ist!


1/10 Punkte

"Es war einmal in Amerika"- Leones Langeweileepos


Dröge,langweilig,gewollt,langsam und in die Länge aufgebläht!

Sergio Leone der mit Spiel mir das Lied vom Tod für mich ein Meisterwerk geschaffen hat und dessen Todesmelodie auch toll war liefert mit dieser vom Jungen zum Gangster Geschichte eine furchtbar aufgeblähte 4 Stündige lobhuldigung seiner selbst.

Die Musik von Leones Stammkomponisten Ennio ist natürlich ein Knaller, den dieser Mann hat in seinem Leben noch nie etwas schlechtes abgeliefert.

Die Story ist arg ausgelutscht, die Regie betulich und zeigt nur selten Leones eigentliche Raffinesse. Und die Schauspieler bei denen De Niro der Hauptdarsteller ist sind einach uninteressant. Robert zeigt im ganzen Film immer den einen Ausdruck nur in der letzten Szene ist es einmal ein anderer.

Die wohl beste Performance liefertist die blonde Prostituierte!
Die Episode in der man Noodles Kindheit sieht finde ich toll und erinnert irgendwie stark an Oliver Twist.

Doch dann verliert der Film völlig das Interesse an seinen Figuren und ist nur noch langweilig und undifferenziert. Keine der Charaktere thrillt mich, keiner der Charaktere hat etwas besonderes an sich, sodass ich ihnen länger zu gucken wollen würde.

Man denke mal an Spiel mir das Lied vom Tod. Dort ist jede Bewegung der Protagonisten eine Offenbarung und hier passiert auf 4 Stunden Film überhapt nichts nennenswertes.

Es gibt keine richtigen Bösen, keinen Sympathieträger und kein spannendes Duell, ob es nur mit dem Worte oder der Waffe ist.

Fazit: Schade Leone, viele hast du damit überzeugt...mich nicht!


4/10 Punkte

"Düstere Legenden"- Gut geklaut


Netter Teen-Slasher, der auf der Erfolgswelle von Scream und Ich weiß was du letzten Sommer getan hast mitschwamm. Das Grundgerüst der düsteren Legenden wirkt arg gekünstelt und uninspiriert und passt überhaupt nicht zur nachvollgenden Auflösung. Doch muss man Urban Legend (Originaltitel) zu Gute halten, dass der Film schön gefilmt, teilweise klasse gespielt und atmosphärisch ist. Ein Slasher für nebenbei, nichts wirklich spannendes, aber doch mit Herzblut und einigen Scream Referenzen gespickt.

Fazit: Teenie-Horror mit leichtem nostalgie Faktor, mit etwas entäusschender Auflösung und einem guten Cast. Tut keinem Weh und macht dem Slasher Fan Spaß!!


7/10 Punkte

"Nightmare on Elm Street"- Freddie Goes Classic...


Diesen Film kann wohl als "Slasher" schlechthin bezeichnen. Robert Englund glänzt in der Rolle des Krüger und hat sichtlich Spaß daran. Auch die Jungdarsteller sind sehr überzeugend, was heutzutage ja wirklich selten vorkommt. Und man kann auch sagen das Was Craven einen gewissen Typ für sein final girl hat, denn auch die Sydney aus Scream weißt einige Paralellen zu ihr auf. Die Grundidee ist so klasse und genial umgesetzt, dass man nur sagen kann: Leute des Modernen Horrors, guckt euch einmal einen Craven an, seht wie er Atmosphäre entwickelt, schaut wie er sterotype Charaktere zu Symapthieträgern macht und lernt das es nicht immer nur sinnloser blutige Effekte sein müssen, sondern das man auch anders Spannung erzeugen kann. Man ist der gute alte Teen-Slasher ausgestorben? Oder schafft Craven zum dritten Mal einen Revolutionären Horror, nämlich Scream 4? Wir dürfen bei diesem Mann gespannt sein!

Fazit: Krasser Klassiker des Genres, dessen Setting, Effekte, Schauspieler und die mit genialen Einfällen gespickte Regie einfach überdurchschnittlich überzeugen und jedem Horror Fan bei der letzten Szene des Films, wenn Freddies Lied ertönt ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.


8/10 Punkte

"The Devils Rejects"- Manipulierendes Genremeisterwerk


Fortsetzung von "Haus der 1000 Leichen".

Durch den Kniff die zweiten Teil nun aus der Sicht der Killerfamilie zu zeigen, manipuliert uns Rob Zombie bis zum geht nicht mehr. Wir fiebern, verzweifeln, leiden und lachen mit diesen Psychopathen und müssen uns nachher selber fragen ist das normal? Ja ist es, wenn man Psychos so brilliant in Szene setzt wie Zombie es macht dann ist es okay.

Stilistisch irgendwo zwischen Kill Bill 2 und einem saftigen Western, liefert Rob ein Roadmovie ab das sich gewaschen hat und hat mal wieder eines nicht vergessen. Wo er her kommt. Von der Musik. Also bekommen wir noch einen saftigen Retrosoundtrack auf die Ohren, der das ganze noch perfekt untermalt und uns noch mehr mit dieser "liebenswerten" Familie mitfiebern lässt. Nicht zu vergessen ist außerdem das Zombie seinen Humor nicht verloren hat und so haut er fast in jeder Szene brilliant-bissig-dumpfe Dialoge heraus die einem Tarantino wirklich alle Ehre machen würden.
Bei diesem Kerl bin ich auf weiteres gefasst und komme nicht umhin zu sagen, dass ich sehr traurig bin. Das Ende ist schlimm. So hätte es nicht kommen dürfen, aber nicht zu viel verraten...

Fazit: Saftiges Roadmovie, dass einen manipuliert, einen mitfiebern lässt und nicht vergisst einen grandios zu unterhalten. Großer Trash-Slasher vom Rockschocker Himself.
Danke, Danke dafür.......


9/10 Punkte

"Haus der 1000 Leichen"- Eine grandiose Horrorachterbahn


Rob Zombies "Haus der 1000 Leichen" ist ein Sammelsurium des Skurillen, nahezu jeder Horrorklassiker wird zitiert und wird durch einzelne Szenen geehrt. Ob es nun der völlig gestörte Hinterwäldler Sohn, der an Frankensteins Monster und den Elefantenmensch erinnert oder die Masken einzelner Horrormonster wie zum Beispiel der "Schrecken des Amazonas". Rob scheint das Genre mit HerzBLUT (ja das Blut soll großgeschrieben sein) zu lieben und zeigt dies nicht uneindrucksvoll.

Leider kann man den vier Hauptprotagonisten, die später nur zu Randfiguren degradiert werden keinerlei Sympathie, geschweige denn Empathie entgegen bringen. Das Setting ist trashig, die Gestaltung liebevoll, der Humor böse und schwarz. Doch irgendwie mag man diese kranke Familie. Leider und dies ist ein weiterer Kritikpunkt, verkommt Zombies Gruselkabinett irgendwann zum sinnlosen Zombiehorror (Achtung Wortwitz), der jeglichen Witz und Charme der ersten Stunde vermissen lässt. Trotzdem absolutSehenswerter Erstling des Schockrockers. Partyhorror.

Fazit: Freakshow mit bösem Humor, kranken Einfällen und jede Menge irrwitziger Ideen.
Um es einfacher Auszudrücken: Eine Geisterbahnfahrt. Horrortipp :)


8/10 Punkte