Samstag, 16. April 2011

"28 Days Later"- Vergeblich auf den Thrill gewartet...

Dass "28 days later" kein Horrorschocker erster Güte wurde, liegt vorallem am mäßig eingesetzten Schrecken, keinen vorhandenen Schocks und wenig Indentifikationspotenzial mit seinen Figuren.

Danny Boyle sucht das Realistische in seinen Bildern, er wirkt oft karg, er setzt auf eine schöne Fotografie und entscheidet sich (Brian Gleeson einmal ausgenommen), gegen die Sympathie zu seinen Protagonisten. Erstaunlich blutarm und zahm für einen Zombie- oder besser gesagt Infiziertenhorror läuft der Roadmovie gegen die Wand. Um ein spannender Endzeit-Horrorthriller zu sein, schockt er nicht genug, bleibt zu brav, für ein Drama zu arm an interessanten Figuren und für einen gesellschaftlich kritischen Film scheint die politische Auseinandersetzung mit dem Thema Quarantäne fast nicht vorhanden zu sein und drückt sich vor Antworten.

Somit ist "28 days later" wenn auch gut fotografiert, annehmbar gespielt und musikalisch anständig gemacht, Boyles schlechtester Film, weil unausgereift wirkend.

Der zweite und auch meiner Ansicht nach bessere Teil ist sich vollkommen klar, was er sein möchte und treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe, weil er einfach ein Horrorschocker ist.

Fazit: Schwacher Boyle.

3,5/10 Punkte

Walker

Sonntag, 3. April 2011

Dogtooth - Da wird ja der Hund in der Pfanne verrückt!


Was, wenn die Menschheit damals ganz andere Bezeichnungen und Namen vergeben hätte, als wir sie heute hätten? Würden wir zu einem gepolsterten Sessel nicht "Sessel" sondern "Meer" sagen? Und vielleicht würden wir uns nichtmal draufsetzen, sondern ihn als Pfanne für Spiegeleier benutzen.
Was wäre eigentlich, wenn wir ganz anders aufgezogen worden wären?

Nicht nur die Verhaltensbiologie beschäftigt sich mit der Frage des angeborenen und des erworbenen Verhaltens und sondern auch der Film Dogtooth.

Zwei Töchter, ein Sohn, ein Elternpaar und ein Anwesen. Zutaten wie sie alltäglicher nicht sein könnten. Die Familie lebt jedoch komplett abgeschieden von jedwedem sozialen Einfluss. Nur die Eltern wissen, wie die Welt außerhalb aussieht und der Vater verlässt mit seinem Auto regelmäßig das Anwesen. Die Kinder dürfen ihn erst begleiten, wenn sie beweisen, dass sie selbstständig sind und ihnen der Backenzahn ausfällt.
So sind bereits 20 Jahre vergangen, in denen die Eltern den Kindern ihren Einfluss aufgedrückt haben, der sich komplett von unseren normalen Vorstellungen unterscheidet. Da wird den Kindern schon einmal beigebracht, dass die Katze ein bestialisches Monster sei, dass einem bei lebendigem Leibe verschlingen könnte und dass ein Zombie nichts anderes als eine kleine gelbe Blume ist.

Die Sprösslinge (die übrigens bis auf den Jungen namenlos bleiben) erklären diese Auffassungen zu ihrer eigenen Realität. Woher sollten sie es auch besser wissen? Es gibt weder Satellitenempfang, noch Radio. Nur ein Plattenspieler läuft mit "Großvaters" Platten, von denen das Familienoberhaupt den Text komplett sinnentstellt übersetzt.

Dogtooth ist anders, kontrovers, stellenweise sehr erschütternd und fasznierend zugleich, aber immer einzigartig. Es gibt keine Regeln in dieser 5-Mann Gesellschaft. Inzest, Schläge und Wettkämpfe mit Narkosemitteln geben sich einander die Hand und fügen sich dennoch homogen zusammen.

Unsere Gesellschaft wird durch ein Spiegelkabinett geschleust, verzerrt, entstellt und kaum erkennbar wieder ausgespuckt. Unser Leben wird als Aneinanderreihung von gegenseitigen Einflüssen entlarvt. Naiv, wie wir auf die Welt kamen, sind wir auch geblieben, wir haben nur im Laufe der Zeit gelernt, uns das Gegenteil einzureden.

Dogtooth ist trotz freizügiger Nacktheit und teilweise sehr verstörenden Passagen ein Pflichtfilm. Er spielt nach keinen Regeln und genau das zeichnet ihn aus. Jeder sollte zumindest ein passiver Teil dieser absurden Realität werden

9/10

Montag, 28. März 2011

Ay CaRango!


Vier gläsernde Wände, ein Wasserbecken, einen Barbie-Torso und einen debil dreinschauenden Fisch namens Mr. Timms. Mehr braucht der Kaltblüter Lars nicht um sich als schillernder Star in seinem eigenen Broadway Musical zu fühlen...oder vielleicht doch? Just im Moment der aufkeimenden Existenzkrise, wird Lars aus seinem bisherigen tagträumerischen Leben in die Wüste Nevadas geschleudert. Sein Weg führt ihn nach "Dirt" (im Deutschen sehr charmant mit "Dreck" übersetzt), wo er wegen seiner Veranlagung zur Selbstdarstellung sich selbst den Namen "Rango" verpasst und zum Sheriff der Stadt ernannt wird. Welche Verpflichtungen mit diesem Titel einher gehen, sind ihm allerdings noch nicht bewusst...

Was folgt, ist eine knapp zweistündige Odyssee durch die Gefilde der Kinolandschaft.
Was mit Holzhammer-Anspielungen wie der Landung auf dem roten Cabrio eines gewissen Benicio del Toros beginnt, setzt sich mit Huldigungen von den Spaghetti und GritWestern der vergangen Jahre fort. Bei fast jeder Szene beschleicht einen das Gefühl der Vertrautheit und dennoch fügt sich alles originell zusammen. Rango ist erfrischend, kreativ und sehr experimentell darin, nicht experimentell zu sein.
Eine Stadt voller Tiere, einige Slapstick-Einlagen und die Neuinterpretationen diverser Western. Alle diese Elemente hören sich weder besonders neu, noch ausgefallen an, doch zusammengefügt ergeben sie einen sehr besonderen Kinotrip. Garniert wird die Brühe mit einem sehr abgefahren Animationsstil. Schon das Poster gab mit den überproportionierten Körperteilen Rangos und der sehr feinen Oberfläche seiner Schuppen die ungefähre Marschrichtung vor. Dieser fotorealistischen Linie blieb man sich auch treu, was zu atemberaubenden Landschaftsaufnahmen (mit dem Hang zur Realität)und auch zu Protagonisten führt, die abseits des weichgeschliffenen CGI-Klischees ihr Dasein fristen. Besonders süß sind die Viecher nicht, eher vernarbt, siffig und dennoch nicht unsympathisch.

Kinder werden allerdings trotzdem ihre Probleme haben, sich mit dem Stil des Films anzufreunden. Darüber hinaus wird im Film auch nicht gerade wenig gestorben und auch das Mundwerk von einigen Protagonisten lässt Sittenwächter bestimmt die Hutschnur platzen. Man sollte sich bewusst sein, dass trotz gelegentlicher Slapstick Einlagen, Kinder nichts in dem Film zu suchen haben. Dazu ist der Humor zu "over-the-top" und erfordert teilweise ein fundiertes cineastisches Basiswissen und ein Mindestmaß an Offenheit, besonders bei den geschliffenen Dialogen. Oftmals kommt es gar nicht drauf an, was Rango sagt, sondern wie er es sagt.

An dieser Stelle kommt Johnny Depp ins Spiel, der seiner Figur nicht nur die Stimme, sondern auch Mimik und Gestik geliehen hat. Das wirkt streckenweise etwas sehr unnatürlich für Eidechsen, aber hey! Wir reden hier über einen Film mit rollstuhlfahrenden Schildkröten.
Jedoch lässt der Streifen auch ein paar Federn. So ist der Spannungsaufbau stellenweise sehr zäh, manche Actionpassagen sehr hektisch und die Surrealität versucht am Ende vergebens, dem Film noch eine erzählerische Duftnote zu verleihen. Der Plot bleibt aber dennoch simpel und strotzt vor Klischees, die dem Kinogänger sauer aufstoßen könnten.
Dennoch muss man Gore Verbinski für dieses besondere Stück Kino loben. Rango ist und bleibt zwar Geschmackssache und wird dem Großteil des Kinopublikums eher schwer im Magen liegen, aber dem Kinogänger, der schon einiges genossen hat, wird diese Echse schmecken.

Daher gibt es 7,5 von 10

Samstag, 9. Oktober 2010

The Social Network - Ein Buch mit vielen Gesichtern



Ein gelungene Einleitung zu einer Filmkritik beginnt meistens mit einer Anekdote zum Regisseur, Hauptdarsteller oder aus dem täglichen Leben, die irgendwie auch zum Inhalt des eigentlich Filmes passt. Dadurch vermittelt man interessantes und gleichermaßen unterhaltsames Wissen an den Leser und macht ihn somit neugierig auf den folgenden Text.

Wenn man nun als Autor ein passende Geschichte gefunden hat zum präsentieren ist das ideal, aber im umgekehrten Falle steht man da mit heruntergelassenen Hosen. Man hat vielleicht ein paar magere Infos zum Hintergrund und erkennt in ihnen auch ein gewisses Potential, aber noch fehlt es an Dramatik und Spannung. Ein wenig Fiktion kann da nicht schaden, schließlich will man ja nur eins: Den Leser unterhalten. Also werden ein paar Fakten aufgebauscht, diese mit mit ausgefeilten Satzstrukturen und ausgefaller Wortwahl verziert, et voilá!

Man könnte mir jetzt eine gewisse Ideenarmut unterstellen, die ich mit dieser Einleitung bewiesen habe. Aber letztendlich soll sie auf eins hinweisen: Den Preis, den man zum Amüsement des Volkes zahlen muss. Nur selten lässt es sich nachweisen, ob etwas wirklich hundertprozentig so abgelaufen ist, wie man es darstellt. Selbst einige Dokumentationen machen es sich sehr einfach, was die Inszenierung angeht, in dem sie ein paar Halbwahrheiten mit sich bringen. Der Film The Social Network ist in diesen Belangen auch ein sehr zweischneidiges Schwert. Zum einen stellt er als 50 Mio Dollar Blockbuster gar nicht die Ansprüche auf historische Korrektheit. Andererseits ist es hier aber auch falsch von "historischer" Korrektheit zu sprechen, da die Geschichte sich gerade mal vor 6 Jahren abgespielt hat.

Facebook ist mit inzwischen 500 Millionen Nutzern wohl das größte soziale Netzwerk, dass im Internet existiert. Mit diesen Zahlen kratzt das Unternehmen sogar an der Größe der "Erwachsenenbranche". Das mag kein Zufall sein, so wurde die Seite laut Film ins Leben gerufen um paarungswillige Harvard-Kommilitonen untereinander zu verkuppeln. Mark Zuckerberg (genial: Jesse Eisenberg) sammelte schon vor der Gründung erste Erfahrungen mit sozialen Netzwerken mit einer Vergleichsseite, auf der man Studentinnen untereinander vergleichen konnte. Der Erfolg der Seite führte mehrere Konsequenzen für "Zuck" herbei. Neben der Verachtung sämtlicher Frauen im Umkreis von 10 Meilen hat er auch das Interesse anderer Studenten auf sich gezogen. Die wollen mit ihm ein ähnliches Projekt beginnen. Doch in diesem Falle ist es ein Netzwerk, dass sämtliche Besucher einer Uni verbinden und ihnen soziale Kontaktmöglichkeiten ermöglichen soll. Mark willigt ein, doch macht sich dann mit der Idee und seinem besten Freund Eduardo (Andrew Garfield) selbstständig.
Ein paar Monate später hat Zuckerberg zwar die 500 Millionen bei Facebook durchbrochen, muss sich aber auch bei zwei Gerichtsverhandlungen verantworten.

Der Film schildert die Gründungsgeschichte Facebooks und die lawinenartigen Folgen, die ein kleiner Stein auslösen kann. Dabei wird der Fokus sehr stark auf die Charaktere und die Inszenierung gerichtet. Wer glaubt, hier wirklich eine bierernste Dokumentation zu sehen, ist fehl am Platz. Stattdessen legt Regie-Mastermind David Fincher eine temporeiche Inszenierung vor, die "The Social Network" mit Dramatik und Spannung nach vorne treibt.  Trotz des etwas außergewöhnlichen Settings des Films, bietet Fincher alles das, was seine früheren Filme auch auszeichneten. Neben der (wirklich gelungenen) Elektro-Musik, die teilweise stark an Fight Club erinnert, findet man auch einige Fincher-typische Optik Spielereien und den obligatorischen Regen. Letzterer wird sogar vom Hauptdarsteller Eisenberg trocken mit "Es regnet" kommentiert, was alteingessenen Fincher Veteranen bestimmt das ein oder andere Schmunzeln auf die Backen zaubert.
Ohnehin ist der Film überraschend komisch, ohne ins alberne abzurutschen. Dabei liegt die Komik vor allem im kargen Wortwitz Zuckerbergs. Gerade in den Gerichtsverhandlungen, wo er als Besserwisser allen eine lange Nase dreht, jubelt man ihm für jeden verbalen Knock-Out innerlich zu. Das ist gerade deshalb interessant, weil Zuckerberg eigentlich nicht die Sympathien des Zuschauers verdient.
Zuerst lässt er sich von den Winklevoss Zwillingen (interessanterweise beide von Armie Hammer gespielt) inspirieren und dann drängt er noch auf eine ziemlich dreckige Art und Weise seinen besten Freund Eduardo aus der Firma. Letzteres hat er jedoch nicht ganz alleine zu verantworten, da er da unter dem Einfluss des Mephistopheles Sean Parker stand (Überraschend quirlig: Justin Timberlake). Der ehemalige Napster Gründer bugsiert sich mit seinem Charme in die Firma und beginnt dort mehr und mehr die Zügel in die Hand zu nehmen. Ob die Sache positiv ausgeht, erfährt man mit einem Klick auf www.facebook.com
Jedenfalls finanziell, aber ob Mark Zuckerberg wirklich zufrieden damit war, ist eine andere Frage...

Man kann sich natürlich nun die Frage stellen, ob das alles wirklich so abgelaufen ist und oben die Personen vom Charakter wirklich genau dem entsprechen, was da auf der Leinwand dargestellt wird. Auch die verschiedenen Anschuldigungen bleiben ein offenes Buch. Zwar haben die Gerichtsverhandlungen wirklich stattgefunden, aber wie bereits im Film gesagt "Soll es auch Leute geben, die unter Eid lügen". Aber gerade diese Offenheit der Geschichte macht es für den Zuschauer interessant. Man will schließlich was erleben, wenn man ins Kino geht und niemand gibt 7€ für eine banale Geschichte über einen Computernerd aus, der aus einer Laune raus mal Facebook ins Netz geklatscht hat.
Die Menschen wollen Verrat sehen, sie wollen ein Arschloch auf der Leinwand sehen, dass eigentlich keins ist und sie wollen kontrovers über anderer Leute Erfolg debattieren. Deshalb nahmen sich Drehbuchschreiber Aaron Sorkin und David Fincher alle Freiheiten um die Geschichte Publikumstauglich zu inszenieren und es ist ihnen gelungen einen wirklich großartigen Film auf die Leinwand zu zaubern, der Komik, Anspruch und Drama unter einen Hut bekommt. Zusammen mit der Schauspielerischen Leistung Eisenbergs, der definitiv ein Kandidat für mehrere Darstellerpreise sein wird und dem Entstehungmythos ist dieser Film eine klare Empfehlung an alle, die sich gut unterhalten lassen wollen, denen aber der erhobene Wahrheitsmittelfinger drei Meter am verlängerten Rücken vorbei geht.

Daher gibt von Stefan ein "Gefällt mir"

bzw. 9,5/10

Samstag, 31. Juli 2010

Inception - Traum oder nicht Traum? Das ist hier die Frage...



Wer schonmal einen Blick auf den Banner dieser Website geworfen hat, dem wird die Frau im gelben Motorradanzug sicherlich bereits aufgefallen sein. Dass es sich dabei um Uma Thurman aus Kill Bill handelt, sollte dem geübten Kinogänger auch keine Neuigkeit sein.
Aber wieso schreibe ich das an dieser Stelle nieder?
Kill Bill vol.1 war für mich der große Schritt in die Welt des Kinos. Ich war noch vergleichsweise jung und habe bis auf die Freitagabend Cartoons auf SuperRtl noch kaum einen Film gesehen. Mein filmischer Horizont war zu dem Augenblick so überschaubar wie die Salatbar eines 3 Sterne Restaurents.
Doch mit Kill Bill wurde in mir eine tief versteckte Leidenschaft geweckt. Aus dem Streichholz, dass bisher nur auf Stecknadelkopfgröße flackerte wurde ein loderndes Feuer der Leidenschaft für gut gemachte Filme.

Seitdem hab ich viel gesehen, sowohl Gutes, als auch Schlechtes. Aber nie schafft es ein Streifen "Kill Bill" vom Sonnenplatz der Hitparade zu verdrängen. Doch Nolan erreicht mit seinem "Inception" etwas, was ich mir nie erträumt hätte.

Eins vorweg: Der Film ist relativ spoilerresistent. Selbst wenn ich vor hätte, meinen Lesern das Ende zu verderben, würde ich beim Versuch scheitern aufgrund der Komplexität dieses Werkes. Außerdem machen wahre Cineasten so etwas nicht ;)
Die Handlung möchte ich aber trotzdem in groben Zügen anreißen.
Cobb (Leonardo DiCaprio) besitzt die Möglichkeit in die Träume anderer Menschen zu reisen. Im Laufe der Jahre perfektionierte er dieses System und startet mit seinen Partnern hin und wieder mal einen dicken Coup um die Ideen aus den Köpfen von milliardenschweren Geschäftsleuten zu mopsen. Das geht beim zwielichtigen Mr. Saito aber daneben und Cobb ist gezwungen für ihn einen "kleinen" Auftrag zu erledigen. Er soll bei einem Konkurrenten seiner Firma eine "Inception" vornehmen. Sprich: Eine Idee in dessen Synapsen pflanzen, die den Konkurrenten dazu bewegen soll, sein Unternehmen aufzugeben. Bei Erfolg darf der geplagte Traumdieb wieder zu seinen Kindern. Damit auch alles glatt läuft, verstärkt Cobb sein Team mit der süßen Ariadne (Ellen Paige), die als Architektin die Gestaltung der Träume übernehmen soll. Doch schon bald bemerkt sie, dass das Unternehmen ungeahnte Risiken birgt.

Das Geschilderte ist nur ein kleiner Grundriss der Storyline, die eigentlichen Finessen ergeben sich erst im Anschluss und sind mehrdimensionaler, als es das 3D Kino jemals vorgaukeln könnte. Die namensgebende Inception ist unglaublich sorgfältig durchstrukturiert und auf den Punkt genau durchdacht. Man hat das Gefühl mehrere Filme auf einmal zu gucken, die jedoch allesamt zusammenhängen und sich wie eine mehrstöckige Torte überlappen. Das hat den großartigen Effekt, dass sich während des Finales sämtliche Geschmacksknospen des Kinogourmets förmlich überschlagen vor Genuss. Hier zeigt der Regisseur und Drehbuchautor das, was ihn im letzten Jahrzehnt so groß gemacht hat. Die Komplexität und Durchdachtheit seiner Geschichten sind momentan unerreicht und eine wahre Wohltat. Heutzutage, wo die Kinosäle von Fortsetzungen, Teenie-Slashern und glitzernden Vampiren bevölkert sind, ist Inception die letzte Zuflucht der Originalität. Die Titel scheint eine direkte Anweisung an die modernen Filmmacher zu sein und Nolan versucht auch ihnen die Idee der Innovation einzupflanzen, nur ohne sich dabei in ihren Verstand zu beamen.

Unterstützt wird er dabei von einem prominenten Cast. Allen voran Leonardo Dicaprio, welcher nicht nur seiner Rolle als Publikumsmagnet gerecht wird, sondern auch die Ambivalenz seiner Rolle ausgezeichnet vermitteln kann. Schon in Shutter Island trumpfte er mit ähnlichen Charakterzügen auf und konnte sich auch dort schon auszeichnen. Sein Sidekick ist mit Ellen Page besetzt (Juno), welche, anfangs noch als unbedarfte Studenten, nach und nach zusammen mit dem Zuschauer in die Welt der Traumwandlerei eintaucht. Auch der restliche Cast kann überzeugen. Tom Hardy verleiht seinem Eames eine Lockerheit, die die Figur sehr sympathisch macht, während Joseph Gordon Lewitt (bekannt aus (500) Days of Summer), nicht groß gefordert wird. Insgesamt sticht keiner sonderlich hervor. Es gibt keine Rolle, die so wie der Joker seinerzeit in The Dark Knight das gesamte Geschehen an sich reißt, aber das tut dem Film nur gut.

Trotz der Vielschichtigkeit und des intellektuellen Anspruchs bietet der Film aber auch eine ganze Menge fürs Auge. Der Regisseur lässt ganze Straßenzüge wie ein Stück Papier zusammenfalten, lässt seine Protagonisten an Wänden und Decken entlang laufen oder macht aus einem Altstadtviertel einen Konfetti Regen aus Holzsplittern, Gemüseteilen und Scherben. In rasanter Geschwindigkeit hetzt Nolan seine Charaktere durch die verschiedensten Szenarien und garniert das mit Bombast-Action. Jedoch verkommt der Film trotz seiner Hochglanz Optik, dem überragendem Score von Hans Zimmer und der vielen Explosionen nicht zum klassischen Mainstream Blockbuster. Christopher Nolan schafft es eine gute Idee mit einem Haufen Geld zu verbinden und meistert somit auch den kunstvollen Spagat zwischen Blockbuster und Arthouse Kino mit Bravour.

Doch wo gehobelt wird, da fallen auch Späne. Zwar konnte ich den Film bisher nur einmal sehen, aber dennoch sind da ein paar kleine Ungereimtheiten aufgefallen (Stichwort: Gravitation). Jedoch kann über man diese kleinen Details auch locker hinweg sehen. In einem Film, der den eigenen Verstand auf so eine Art und Weise auseinander nimmt, kann nicht jedes kleinste Detail Sinn ergeben. Viel mehr sollte man dem kreativen Kopf dahinter auf die Schultern klopfen und loben für diesen Meilenstein des modernen Kinos. Chris Nolan ist und bleibt der wohl beste Regisseur der letzten Jahre und man hofft, dass er uns noch lange Zeit mit weiteren Perlen versorgen wird.
Und selbst wenn man ihn dafür in einen Limbus verfrachten müsste...

Stefan vergibt daher stolze 10 von 10

Samstag, 5. Juni 2010

Black Dynamite - Can you dig it?


Der Streifen "Black Dynamite" wird höchstwahrscheinlich nur den wenigsten von euch was sagen. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, schließlich lief dieses Kleinod an Film-"Kunst" vor einigen Monaten nur auf den Fantasy Filmfesten an ausgewählten Kinos. Der Film kam aber erstaunlich gut an und bekam einen DVD Release samt deutscher Tonspur und Untertitel spendiert. Eine feine Sache, gerade weil der Film schon seit dem Filmfest ziemlich weit oben auf meiner Liste stand.


"Donuts don't wear alligator shoes"



Doch was ist "Black Dynamite" überhaupt? Es handelt sich hierbei um eine Hommage an die Blaxploitation Filme der 70er, welche die das damalige Publikum mit einem bunten Genre-Mix aus Krimi, Kung-Fu und Action auf eine -zugegebenermaßen - sehr plumpe Art und Weise unterhielt. Allerdings hatten die damaligen Klischees zweifelsfrei einen gewissen Charme. Der Anteil der Schwarzen mit Afro lag bei weit über 90%, der Serienheld hatte einen eigenen Jingle, der jedesmal gespielt wurde wenn er in die Kamera grinste und natürlich wurde in fast schon nervender Regelmäßigkeit in den unpassendsten Momenten auf das Gesicht der Hauptdarsteller gezoomt. 

(Wer einen aktuellen, ähnlichen Streifen sehen möchte, sollte sich Jackie Brown von Q. Tarantino mal anschauen)

Die Macher von Black Dynamite haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese Eigenheiten durch den wortwörtlichen Kakao zu ziehen. Wer jetzt eine hohle Sketchshow auf Jason Friedberg und Aaron Seltzer ("Date Movie", "Disaster Movie" and so f**king on...) Niveau erwartet, kann sich wieder beruhigt zurücklehnen und den Afro stutzen. Die Macher dieser Arthouse Perle verneigen sich eher vor den Originalen á la Shaft. Das fängt schon mit dem titelgebenden Hauptdarsteller an. Black Dynamite ist einfach nur krasseste Motherfucker, den die fiktive Filmlandschaft seit langer Zeit gesehen hat.
Kung-Fu? Gehört zu seiner Nachmittagsbeschäftigung.
3 Frauen gleichzeitig unter Decke? Na klar! Aber schön leise sein, sonst wecken sie noch die anderen Miezen im Bettchen.
Mal ne Oma durch die Wand pfeffern, weil sie nicht hören will? Chuck Norris hat vielleicht Gedulde, Black Dynamite allerdings nicht!

 "I've got more measure for your pleasure"

Mal abgesehen von den Muskeln, hat Michael Jai White auch noch ein beeindruckendes Repertoire an Kung-Fu Moves zu bieten, was den Film gerade für Freunde des ostasiatischen Kampfsports zu einem kleinen Juwel werden lässt.
Um Juwelen im "anderen" Sinne, geht es auch in der hanebüchenen Story. Black Dynamites Bruder wurde erschossen, jedoch war er kein Drogendealer, so wie es Dynamites Mutter am Sterbebett vermutete, sondern ein Undercover Agent der CIA. Black Dynamite bekommt daraufhin seine "License to Kill" wieder und geht auf einen Rachefeldzug, der sich gewaschen hat! Egal ob Donuts mit Krokodillederschuhen, Heroinsüchtige Waisenkinder oder eine porzellanschützene First Lady, das was Black Dynamite an wenigen Tagen erlebt, würde andere nicht mal zu träumen wagen!

Das liest sich alles erstmal ziemlich konfus und bescheuert (was es ohne Frage auch ist), offenbart aber auch einen gewissen Charme. Man merkt schon nach den ersten Minuten, dass der Film von Anfang an, auf billig getrimmt wurde und er zieht es auch komplett durch. Da werden schonmal Szenen aus komplett anderen Filmen reingeschnitten, sehr offensichtliche Filmfehler begangen und ein Auto explodiert natürlich in der Luft (und die Szene wird sogar 2 mal verwendet). Einmal pennt sogar der Tontechniker und lässt sein Mikrophon während einer ganzen Szene am oberen Bildschirmrand baumeln. Black Dynamite redet unbeirrt weiter, schielt am Ende aber doch erstaunt nach oben. Ein Moment, den man so einfach nicht planen kann und einen wirklich Tränen lachen lässt.

Das, was Black Dynamite von dem ganzen "Extreme Movies" und "Scary Movies" dieser Welt unterscheidet, ist der durchaus vorhandene Respekt vor dem Original. Anstatt sie durch Fäkalwitze zu verschandeln, werden die Eigenheiten und Macken einfach solange überspitzt, bis auch der letzte Zuschauer vor Lachen mit den Ohren schlackert. Somit ist der Film auch ideal geeignet für einen geselligen Filmabend in kleiner Runde. Besser wird man momentan kaum unterhalten. Alleine die Szene, in der die Truppe endlich herausfindet, was der eigentliche Plan ist, hat sich schon jetzt in meine Top 10 der größten Kultszenen aller Zeiten verankert.
Wer sich den Film anschauen möchte, sollte aber unbedingt auf die original Tonspur schalten. Der Slang ist einfach unkopierbar.

Von stex gibt es deshalb 9/10 Little Richards

Donnerstag, 13. Mai 2010

Robin Hood- Enttäuschung des Jahres


Gester sah ich mir die Vorpremiere zu Robin Hood an. Ridley Scott Regisseur bombastischer Streifen wie Gladiator oder Koenigreich der Himmel drehte nun ein Robin Hood "Prequel".
Doch leider ging dieses Unterfangen schief....


Robin Hood kehrt nach dem dritten Kreuzzug nach England zurück. Auf dem Weg zum Tower nach London beobachtet er den Überfall auf König Richard Löwenherz. Richard stirbt.Ein anderer Sterbender hat noch einen letzten Wunsch an Robin er soll seinen Tod seinem Vater erzählen der in Nottingham wohnt. Also reitet Robin mit seinen Gefährten und Little John nach Nottingham. Doch Sir Godfrey raubt derweil die kleinen Dörfer aus...


Hektische Schnitte, ein lustloser Held und ein wirres Drehbuch. Die Neuverfilmung ist leider mehr als gescheitert. Als Ridley Scott kurz vor den Dreharbeiten war wurde noch kräftig am Drehbuch rumgebastelt, dass Endergebnis gefiel Scott, aber nicht, so das er das Script noch von zwei anderen Drehbuchautoren umschreiben lies. Viele Ungereimtheiten sind dabei entstanden. Logiklöcher sind zu verkraften, aber leider gibt es noch mehr zu bemängeln.

Russel Crowe ist dermaßen lustlos,blass und träge und wie komisch das auch klingen mag, ich halte ihn letztendlich für eine Fehlbesetzung. Mark Strong den ich dieses Jahr schon zum dritten mal im Kino sehe gibt wie immer den Bösen,der dieses mal Sir Godfrey heißt. Ridley Scott gibt ihm aber keine Chance der Entfaltung, da er zu wenige Szenen hat und öfters einfach sein Handlungsstrang fallen gelassen wird. Die eigentlich simple Geschichte ist verkompliziert und ist sich nicht einig ob sie nun Schlachtengemälde,Drama oder Liebesfilm ist. Es gibt zwei Actionszenen einmal in Nottingham und an der Küste Englands. Diese Szenen sind aber zum Teil so zerschnitten und somit für mich ungenießbar.



Nun zum positiven: Die Massenszenen sind mit meistens mit echten Statisten inszeniert, außerdem wurde nicht viel am Computer generiert. Cate Blanchett zieht einen in jeder Szene wieder in ihren Bann und die Landschaft ist ordentlich fotografiert. Die Musik ist teilweise recht gut und gibt einem das nötige Mittelalterfeeling.


Leider eine Robin Hood Verfilmung mit vielen Mängeln und Ungereimtheiten und mit wenig guten Szenen.


Meine Empfehlung: Nicht gucken und lieber Zuhause auf DVD die Kevin Costner Verfilmung anschauen.




4/10 Punkte


von JOHNNY WALKER (für Nico)








Dienstag, 11. Mai 2010

I'm a Cyborg, But That's OK - Bescheuert Gut


Was geht bei Park Chan-Wook bloss im Kopf so alles vor? Erstmal macht er eine ultra brutale Rachetrilogie und dann inszeniert er einen Liebesfilm (oder wie auch immer man I am a Cyborg but thats OK nennen soll). Dieser Film verdient die Bezeichnung verückt auf jeden Fall. Und Chan-Wook zeigt mit dem Film das er sich auf kein Genre festlegen lassen will.



Young-goon hält sich für einen Cyborg und wird von ihrer Mutter in ein Irrenhaus gebracht. Young-goon verweigert jedes Essen da sie denkt das, dass ihrem Getriebe schadet. Ein Cyborg ist halb Maschine und halb Mensch. In der Anstalt unterhält sie sich gerne einmal mit einem Getränkeautomaten oder berät sich mit ihrem Radio. Nach kurzer Zeit freundet sie sich mit
II Sun an. Der soll ihr helfen ihre Grossmutter zu rächen die von Männern mit weißen Kitteln entführt wurde. Und natürlich muss Young auch die 5 wichtigen Cyborg regeln befolgen...



Das klingt alles sehr bescheuert und abstrus und ja das ist es AUCH!!!

Man könnte sich darunter jetzt ein Melancholisches Drama über Verrückte vorstellen aber das ist es nicht. Dieser Film ist fröhlich und eine Liebeserklaerung an alle Verrückten.

Park spielt mal wieder mit allerlei Metaphern und Symbolen. Diese zu deuten ist nicht nur schwer, sondern nach der Zeit auch anstrengend. Es ist trotzdem beeindruckend wie Park es schafft ein Verhältnis zu diesen Figuren aufzubauen. Dieser Film nervt sehr und ist trotzdem gut und auf technisch hohem Niveau. Einzelne Szenen sind Weltklasse z.b. die in der Young-goon das gesamte Personal mit ihren Händen aus denen Kugeln kommen, niederballert.
Oder Suns Jodeleinlage. Diesen Film zu bewerten ist so unfassbar schwer. Manche werden ihn lieben und manche werden ihn abgöttisch hassen. Aber dieser Film ist unkonventionell.


Für mich eine Filmerfahrung die ich nicht bereue.

Trotzdem kann ich den Film nicht uneingeschränkt weiter empfehlen! Zu wirr und konfus aber ein echter Chan-Wook eben. So einen Film hat man sicher noch nie gesehen.


Zu Schauspielern, Regie und Musik muss ich nicht viel sagen, wie gewohnt einsame Spitze.


7/10 Punkte

JOHNNY WALKER

Donnerstag, 6. Mai 2010

OLDBOY- Ein poetisches Meisterwerk


"Auch wenn ich schlimmer bin, viel schlimmer bin als jedes Tier, habe ich nicht wenigstens das Recht zu leben?"


Oldboy, der in Cannes geliebte Film und ausgezeichnet mit dem Preis der Jury auf der einen Seite und der von vielen Kritikern in Amerika gehasste Film. Was ist Oldboy für ein Film? Hat er die breite Aufmerksamkeit verdient die ihm gewidmet wurde, die sonst wenigen südkoreanischen Filmen in Europa zuteil wird. Die Antwort ist Ja!!


Oh Dae-Su wird 15 Jahre lang in einem kleinen Raum festgehalten. Er weiß nicht von wem und aus welchem Grund. Er weiß nur das er auf blutige Rache sinnt...

Mehr möchte ich über die Handlung nicht sagen, da es ansonsten vielleicht zu viel verrät.
Oldboy ist kein herkömmlicher Film. Er ist kein Konsumfilm, kein bloßer Mainstream. Oldboy ist Kunstkino.
Park Chan-Wook der Regisseur der Rache-Trilogie zu der Oldboy den Mittelteil bildet und die lose Miteinander verknüpft ist, arbeitete mit einer ausgesprochenen Sorgfalt. Jede Szene, Jedes Geräusch und jeder Dialog ist bis ins kleinste ausgefeilt und überlegt. Dieser Regisseur versteht sein Handwerk, zweifelsohne.
Das Drehbuch ist komplex und faszinierend, und der Schluss ist ein Schlag in die Magengrube.

Der ganze Film ist aus der Sicht Oh Dae-Sus erzählt, also erfährt der Zuschauer nur mit ihm immer neue Deatails über den Grund seiner Gefangennahme. Oh Dae-su wird von Choi Min-sik gespielt oder besser gesagt gelebt. Er geht vollkommen in der Figur auf und ist eine Idealbesetzung. Yoo Ji-tae und die zauberhafte Kang Hye-jeong sind auch herausragend.
Die wohl dosierten Actionszenen sind realistisch, handwerklich gut gemacht und lange einstudiert. Eine Kampfszene ist mindestens 2 Minuten ohne Schnitt.
Die Musik ist wundervoll und präzise eingesetzt. Es scheint so als hätte Chan wirklich auf alles geachtet.
Der Film ist sehr brutal und die Kalmar Verspeisungsszene ist für Europäische Sehgewohnheiten wirklich etwas gewöhnungsbedürftig, doch der Sinn, die Metapher dahinter ist einfach nur konsequent.


Wer bei Oldboy Mainstream, sprich einen Film um sich mal eben abzulenken oder zu entspannen ist mit Oldboy schlecht beraten. Wer aber Lust auf einen komplexen, brutalen, wunderschönen, ekelhaften, poetischen, menschlichen und in Jeder Hinsicht brillant inszenierten Film hat, sollte sich Oldboy nicht entgehen lassen.
Universal hat sich die Remake Rechte gesichert und der Regisseur steht auch schon fest. Kein geringer als Steven Spielberg. Als Haupdarsteller ist Will Smith engagiert.....(Das kann ja heiter werden, wir befürchten das schlimmste)


Ein Film den eigentlich jeder gesehen haben sollte...



10/10 Punkte

von JOHNNY WALKER

Sonntag, 2. Mai 2010

Iron Man- Ohne Robert Downey eine Katastrophe


Bei mir sind gerade Comicverfilmungen angesagt. Und das liegt wohl an Kick Ass der mir so exorbitant gut gefallen hat und ich ihn mir sogar ein zweites mal im Kino angesehen habe.

Iron Man das von den Kritikern wohl als beste Comicverfilmung bezeichnet wurde und meine neue Aufsteigende Lust an diesem Genre waren wohl grund Genug mir diesen Film anzuschauen. La Grande Katastrophe..........



Tony Stark(Robert Downey Jr.) ein Multimilliardär und Playboy wird in Afgahnistan von Terroristen entführt und dazu gezwungen eine gigantische Waffe zu erschaffen. Für Tony, den Chef eines riesigen Waffenkonzerns, kein Problem. Also arbeitet Tony an noch einer anderen Waffe, einer Rüstung, die im die Flucht ermöglichen soll und ihm später den Namen "Iron Man" beschert...


Ich wundere mich immer öfter über die Kritiker und vor allem über die Zuschauer die dem Film einen Riesenerfolg beschert haben und eine Fortsetzung ermöglichten die nun im Kino zu "bewundern" ist.

Der Film ist so Hochgelobt. Wofür?

Für die maue Action die vor teilweise schlechter Animation nur so trieft. Für den grauenvoll beliebigen Soundtrack oder für die Spannungslosigkeit. Das umher schleppen von Szene zu Szene in der Mitte hält man irgendwann wirklich nicht mehr aus. Wäre da nicht Robert Downey Jr.

Robert füllt seinem Charakter sehr viel Leben ein und spielt mit einer Hingabe die einem des öfteren zum Lächeln bringt. Ersteinmal wie bräsig die Terroristen doch sind und nicht bemerken was Tony da im Geheimen baut, nach einer Waffe für ihre Zwecke sieht das wohl eher nicht aus oder!


Wie gern wäre man mit dem Iron Man richtig mitgeflogen, wie es doch bei Spiderman der Fall war, als er sich durch die Hochhausschluchten New Yorks schwung.

Wie gerne hätte man eine glaubhafte Wandlung des Bösen Partners von Tony gesehen, der auf einmal auch zu einer Art Iron Man werden möchte!? Warum auch immer! Wie gern hätte man ein tolles passendes Musikthema für den Iron Man gehabt und nicht eine Geigen-Bass Gezerre ohne jegliche Melodie. Wie gern wie gern...Wie gern hätte ich einen anderen Film gesehen! Robert Downey - Plus - und fast der ganze Rest ein dickes Minus. 


Comicverfilmungen können besser sein, viel besser. Gwyneth Paltrow habe ich noch vergessen, aber zu ihr fällt mir auch nicht viel ein. Guckt ab und zu ganz reizend, hat das ein oder andere Wortgefecht mit Downey und ist sonst zum Daneben stehen verpflichtet.


Vielleicht habe ich auch nur einen anderen Film gesehen den ich gerade bewerte,wenn das so ist entschuldige ich mich schonmal im Vorraus, aber liebe Leute das war wohl nichts oder? Ganz ehrlich!



3/10 Punkte


von JOHNNY WALKER