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Samstag, 5. Juni 2010

Black Dynamite - Can you dig it?


Der Streifen "Black Dynamite" wird höchstwahrscheinlich nur den wenigsten von euch was sagen. Das ist auch nicht sonderlich verwunderlich, schließlich lief dieses Kleinod an Film-"Kunst" vor einigen Monaten nur auf den Fantasy Filmfesten an ausgewählten Kinos. Der Film kam aber erstaunlich gut an und bekam einen DVD Release samt deutscher Tonspur und Untertitel spendiert. Eine feine Sache, gerade weil der Film schon seit dem Filmfest ziemlich weit oben auf meiner Liste stand.


"Donuts don't wear alligator shoes"



Doch was ist "Black Dynamite" überhaupt? Es handelt sich hierbei um eine Hommage an die Blaxploitation Filme der 70er, welche die das damalige Publikum mit einem bunten Genre-Mix aus Krimi, Kung-Fu und Action auf eine -zugegebenermaßen - sehr plumpe Art und Weise unterhielt. Allerdings hatten die damaligen Klischees zweifelsfrei einen gewissen Charme. Der Anteil der Schwarzen mit Afro lag bei weit über 90%, der Serienheld hatte einen eigenen Jingle, der jedesmal gespielt wurde wenn er in die Kamera grinste und natürlich wurde in fast schon nervender Regelmäßigkeit in den unpassendsten Momenten auf das Gesicht der Hauptdarsteller gezoomt. 

(Wer einen aktuellen, ähnlichen Streifen sehen möchte, sollte sich Jackie Brown von Q. Tarantino mal anschauen)

Die Macher von Black Dynamite haben es sich nun zur Aufgabe gemacht, diese Eigenheiten durch den wortwörtlichen Kakao zu ziehen. Wer jetzt eine hohle Sketchshow auf Jason Friedberg und Aaron Seltzer ("Date Movie", "Disaster Movie" and so f**king on...) Niveau erwartet, kann sich wieder beruhigt zurücklehnen und den Afro stutzen. Die Macher dieser Arthouse Perle verneigen sich eher vor den Originalen á la Shaft. Das fängt schon mit dem titelgebenden Hauptdarsteller an. Black Dynamite ist einfach nur krasseste Motherfucker, den die fiktive Filmlandschaft seit langer Zeit gesehen hat.
Kung-Fu? Gehört zu seiner Nachmittagsbeschäftigung.
3 Frauen gleichzeitig unter Decke? Na klar! Aber schön leise sein, sonst wecken sie noch die anderen Miezen im Bettchen.
Mal ne Oma durch die Wand pfeffern, weil sie nicht hören will? Chuck Norris hat vielleicht Gedulde, Black Dynamite allerdings nicht!

 "I've got more measure for your pleasure"

Mal abgesehen von den Muskeln, hat Michael Jai White auch noch ein beeindruckendes Repertoire an Kung-Fu Moves zu bieten, was den Film gerade für Freunde des ostasiatischen Kampfsports zu einem kleinen Juwel werden lässt.
Um Juwelen im "anderen" Sinne, geht es auch in der hanebüchenen Story. Black Dynamites Bruder wurde erschossen, jedoch war er kein Drogendealer, so wie es Dynamites Mutter am Sterbebett vermutete, sondern ein Undercover Agent der CIA. Black Dynamite bekommt daraufhin seine "License to Kill" wieder und geht auf einen Rachefeldzug, der sich gewaschen hat! Egal ob Donuts mit Krokodillederschuhen, Heroinsüchtige Waisenkinder oder eine porzellanschützene First Lady, das was Black Dynamite an wenigen Tagen erlebt, würde andere nicht mal zu träumen wagen!

Das liest sich alles erstmal ziemlich konfus und bescheuert (was es ohne Frage auch ist), offenbart aber auch einen gewissen Charme. Man merkt schon nach den ersten Minuten, dass der Film von Anfang an, auf billig getrimmt wurde und er zieht es auch komplett durch. Da werden schonmal Szenen aus komplett anderen Filmen reingeschnitten, sehr offensichtliche Filmfehler begangen und ein Auto explodiert natürlich in der Luft (und die Szene wird sogar 2 mal verwendet). Einmal pennt sogar der Tontechniker und lässt sein Mikrophon während einer ganzen Szene am oberen Bildschirmrand baumeln. Black Dynamite redet unbeirrt weiter, schielt am Ende aber doch erstaunt nach oben. Ein Moment, den man so einfach nicht planen kann und einen wirklich Tränen lachen lässt.

Das, was Black Dynamite von dem ganzen "Extreme Movies" und "Scary Movies" dieser Welt unterscheidet, ist der durchaus vorhandene Respekt vor dem Original. Anstatt sie durch Fäkalwitze zu verschandeln, werden die Eigenheiten und Macken einfach solange überspitzt, bis auch der letzte Zuschauer vor Lachen mit den Ohren schlackert. Somit ist der Film auch ideal geeignet für einen geselligen Filmabend in kleiner Runde. Besser wird man momentan kaum unterhalten. Alleine die Szene, in der die Truppe endlich herausfindet, was der eigentliche Plan ist, hat sich schon jetzt in meine Top 10 der größten Kultszenen aller Zeiten verankert.
Wer sich den Film anschauen möchte, sollte aber unbedingt auf die original Tonspur schalten. Der Slang ist einfach unkopierbar.

Von stex gibt es deshalb 9/10 Little Richards

Freitag, 30. April 2010

Oldboy - Asia-kost vom feinsten!

"Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein"


Auf Oldboy bin ich erst Anfang des Jahres gestoßen, obwohl er mir schon von vielen Seiten ans Herz gelegt wurde. Ich hatte zu dem Zeitpunkt fast gar keine Erfahrung mit asiatischem Kino, bis auf die sauschlechten, aber dennoch unterhaltsamen Splatter-Filmchen à la Machine Girl.

Jedoch ist Oldboy keiner dieser Filme. Er ist vielmehr eine Rache Epos, was mit dem Begriff "Rache" schon seine Spielchen wagt. Zum Vergleich sei hier mal das von mir sehr geschätzte Kill Bill rangezogen. Im Gegensatz zu Tarantinos Kultstreifen, liegt bei Oldboy der Fokus mehr auf der Geschichte, weniger auf der Gewalt. Das heftigste was der Film zu bieten hatte, war allein psychischer Natur und hat mir die härteste Gänsehaut seit langem beschert. Trotz alledem kommt der Film nicht ganz an Kill Bill ran, was allerdings auch schwer ist, da dieses Racheepos schon seit Jahren mein absoluter Lieblingsfilm ist.

Die Handlung möchte ich so kurz wie nur irgendwie möglich anreißen. Oh-dea-su ist Familienvater, jedoch kein besonders Guter. Am Geburtstag seiner Tocher wird wegen öffentlicher Trunkenheit aufs Revier gebracht. Nachdem ein Verwandter ihn auf Kaution erlöst, verschwindet Oh-dea-su spurlos. Er wird für 15 Jahre in einem kleinen Appartment eingesperrt und hat keine Ahnung wieso. Aber er sinnt auf Rache, sollte er je frei kommen.
Wie der Zufall es so will, wird er auch freigelassen, jedoch gestaltet sich die Rache schwieriger als geplant.

Park Chan-wook schafft es mit Oldboy etwas einzigartiges zu kreieren. Der Film ist soviel mehr als stumpfe Abend Unterhaltung. Mit seinen vielen Zitaten liefert der Film eine Menge Raum für eigene Interpretationen und Wertungen. Manche Leute werden sich höchstwahrscheinlich an der drastischen Thematik stören, aber das Argument lässt sich relativ leicht aushebeln, wenn man die Parallelen zu griechischen Tragödien erkennt, die auch hier vorhanden sind. Denn auch damals ging es schon ziemlich deftig zur Sache.

Die Darstelleriege kann durchaus überzeugen. Eigentlich setzt sich der Film nur aus 3 Hauptpersonen zusammen, was gerade den Europäern das oft schwierige Unterscheiden der asiatischen Gesichter erleichtert ;)

Alles in allem ist der Film ein absoluter Geheimtipp, den jeder gesehen habe sollte. 
Auch Verweigerer des asiatischen Kinos werden hier irre helle Freude dran haben. Nicht umsonst ist der Film in meine Top10 der Lieblingsfilme aufgestiegen

stex vergibt 10/10

Mittwoch, 28. April 2010

Kick Ass und Superman live in concert

Krass, so eine Überschrift wollte ich schon immer mal schreiben :D

Ja, also in folgendem Video geben sich Superman und Kick-Ass im Gibson Amphi Theatre ein Stelldichein und trällern allerlei Songs, darunter das von mir sehr geschätzte "Do you realize" von den Flaming Lips.
Der Träger des grünen Neoprenanzugs wird dabei von Jim Carrey verkörpert, der ab morgen ja auch als betrügerische Schwulette in "I love you Phillip Morris" zu sehen ist und der Kryptonitfein Nr.1 ist in diesem Falle Conan O'Brien, der ja leider bei seiner Late-Night Show rausgeworfen und seitdem auf Tour ist.
Herr Carrey unterstützt ihn da des öfteren und wenns sein muss auch als Blasmusiker:


Dienstag, 20. April 2010

Triangle - ein verworren-genialer Geheimtipp!

Ich bin ja eigentlich kein Freund von Horrorfilmen. Gerade Teeni-Slasher öden nach einer Weile mit der ewig gleichen langweiligen Storyline, den klischeehaften Charakteren und dem vorhersehbaren Ende. Wenn man sich zusätzlich auch kein bisschen gruselt bei solchen Filmen, kann man die 90 Minuten rugen Gewissens als verschwendete Lebenszeit eintragen.
Als mir Triangle das erste mal empfohlen wurde, wollte eigentlich nur den größtmöglichen Abstand erhaschen, doch mit den ersten Trailern wurde mir die Skepsis genommen.



Das soll jetzt aber keine Aufforderung zum Trailer gucken darstellen. Die verraten meiner Ansicht nach nämlich viel zu viel vom Film.
Wenn man den Film beschrieben müsste würde es wohl
eine Mischung aus "...und täglich grüßt das Murmeltier" und dem üblichen Teenie-Slasher-gedöns
am ehesten treffen.
Eine Gruppe von Teenagern macht sich auf den Weg auf einen erholsamen Segelausflug. Jedoch geraten sie auf hoher See in einen Sturm und müssen sich der Naturgewalt geschlagen geben. Als Schiffbrüchige warten sie auf Hilfe, die in Form eines riesigen Kreuzfahrtschiffes, die Aoelus (benannt nach dem griech. Gott der Winde), erscheint. Natürlich geht man an Bord des Schiffes, welches allerdings komplett verlassen wirkt. Doch der Schein trügt, denn wie aus heiterem Himmel werden alle Personen außer Jess aus heiterem Himmel ermordet. Jess verfolgt den vermeidlichen Mörder und findet schließlich raus, dass es sich dabei um sie selbst handelte.
-Stopp-
Man hört eine Schallplatte die sich aufgehangen hat. Jess blickt über die Reeling und sieht sich selbst, wie sie mit den anderen auf die Aeolus steigt. Sie hängt in einer Zeitschlaufe und muss nun versuchen sich selbst und die anderen zu retten.

Wenn ihr jetzt nur die Hälfte verstanden habt, nehmt es euch selbst nicht übel. Der Film ist ein einziges, wirres Rätsel, voller Storytwists, Szenenwechsel und man scheut sich sogar nicht vor Anspielungen auf die griechische Mythologie. Die hervorragende Melissa George steht dabei im Vordergrund, da sie es im Alleingang schafft, den Film über 90Minuten zu tragen und dabei trotzdem glaubhaft wirkt, was nicht gerade selbstverständlich ist für Personen, die sowohl Held als auch Antagonist spielt.
Apropos "spielen"...
Der Film spielt konsequent mit dem Zeitschleifenfeature und hat sich ein paar wirklich fiese Ideen einfallen lassen. Gerade in diesen Momenten spielt der Film ganz groß auf und das perfide Ende lässt einen ziemlich nachdenklich zurück. Alles in allem ist der Film trotzdem nicht übermäßiges brutal. Inzwischen kann man ihn nahezu überall ab 16 auf DVD und Blu-ray erwerben. In Deutschland lief er gar nicht im Kino, da er in England so katastrophal floppte, mal wieder vollkommen zu unrecht!

Alle, die genauso wie ich, nur noch ein müdes Lächeln für das Horrorgenre über haben, sollten sich diesen Film wirklich zulegen. Es lohnt sich aufgrund des extrem hohen "Wiederschauwerts"!

stex vergibt 8,5/10 

Sonntag, 18. April 2010

Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford

..und weils so schön war gleich nochmal auf Englisch:

"The Assassination of Jesse James by the Coward Robert Ford"
Zugegeben, so schön der Titel auch ist, so spoilerbehaftet ist er auch. Das dürfte allerdings dem Großteil des amerikanischen Publikums sowieso egal gewesen sein, da Jesse James, seines Zeichens berühmt-berüchtigter Halunke, einer der ersten Medienstars war, die die amerikanische Geschichte je hervorbrachte. Deswegen wird auch jeder halbwegs gebildete Cowboy wissen, wie Jesse James sein Ende fand.
Doch wer war eigentlich dieser Jesse?



Wie bereits erwähnt, ist der (hervorragend von Brad Pitt gespielte) Cowboy ein Krimineller. Zusammen mit seinen Brüdern machte er 12 Jahre lang Jagd auf die Postkutschen (oder Züge) und Banken des amerikanischen Südens. Inzwischen ist er 34 und versucht nebenbei ein unbehelligtes Lebens mit seiner Frau und seinen 2 Kindern zu führen.
Als er eines Tages aufgrund von Personalarmut mit Strauchdieben und mittellosen Halunken einen Überfall plant, macht er Bekanntschaft mit dem extrovertiertem Robert Ford (Ebenfalls grandios: Casey Affleck). Er ist der jüngste der 5 Ford Brüder und (seiner Meinung nach) Jesses größter Fan. Im Laufe der Zeit bemerkt der verklemmte Bob aber, dass Jesse gar nicht das schillernde Idol ist, dass er sich immer vorgestellt hat...

Mehr werde ich mal nicht zur Handlung vermerken, da ich die wenigen Überraschungen die der Film bietet nicht auch verraten will. Im Laufe der 160 Minuten ereignet sich ein spannendes Katz und Maus und vorallem auch Psychospielchen zwischen den Beiden. Jedoch dauert es eine Weile bis das auch beim Zuschauer ankommt. Der Anfang begeistert noch im grandiosem Westernflair und bestechend schönen Landschaftsaufnahmen, die von einem tollen Score untermalt werden. Gerade auf Blu-ray würde man jeden Grashalm am liebsten einzeln von der Weide tilgen. Jedoch denkt man sich nach der x-ten Landschaftsaufnahme doch, dass es langsam reicht. In der Mitte des Film verliert sich der Film zu oft in Nebenhandlungen und Lapallien. Das ist meiner Ansicht nach dann auch der größte Kritikpunkt. Dafür, dass man schon weiß, wie die Geschichte endet, ist der Film einfach viel zu leer in der Mitte. Man wartet nur darauf, wann es soweit ist und wie es geschieht. Deswegen entfaltet der Film seine wahre Faszination auch erst nach 100 Minuten.

Der Mord und der Epilog gehörten zweifelsohne zum Interessantesten, was ich seit langer Zeit sehen durfte. Allein dafür sollte man sich den Film mal anschauen, doch auch Freunde großartiger Schauspielkunst, Charakterbiografien oder Geschichtlichen Hintergründen sei dieser Faktentreue Film empfohlen. Dafür sehe ich auch gern über die Längen hinweg.

stex vergibt 7/10

Achja und da wir gerade beim Thema sind:
Ich besitze "Todeszug nach Yuma" ebenfalls im Steelbook und muss sagen, dass der Film eine gelungene Modernisierung des Westerns darstellt. Zwar erreicht er nicht die Tiefe von "Die Ermordung...", aber dafür ist auch er auch wesentlich kurzweiliger und unterhaltsamer.
Deswegen kriegt der Film von mir 7,5/10 

Anmerkung zur Blu-Ray (Die Ermodung des Jesse James...):

Zwar sind Bild und Sound tadellos, jedoch müssen sie sich im direkten Vergleich den Audio-visuellen Königen "The Dark Knight" und "Iron Man" geschlagen geben. Außerdem ist keinerlei Bonusmaterial vorhanden! Nichtmal Trailer! Das geht absolut gar nicht und ist gerade bei so einer interessanten historischen Materie ein Armutszeugnis.

Samstag, 17. April 2010

Geheimtipps: Shaun of the dead / Hot Fuzz



Da RTL2 sich entschloss Shaun of the Dead mal wieder auszustrahlen nahm ich mir dies als Anlass euch die kultige, aber noch unvollständige "Blood and Ice cream triology" näherzubringen. 2004 und 2008 lieferte das britische Trio Simon Pegg, Nick Frost und Edgar Wright zwei herrliche Homagen am Zombie- und Actionkino ab, die auch heute noch absolut sehenswert sind. Den Anfang machen wir mit: 

Shaun of the dead


"Hey Shaun, sag mal ver"
"ver?"
"Hihi, du bist ein ver-sager"

Okay, dieses Gespräch findet so nicht statt, aber es beschreibt die Ausgangsituation nahezu perfekt. Shaun ist ein klassicher Looser; er verdient seine Mücken als Elektronikverkäufer, muss damit seinen aufdringlichen Zimmergenossen Ed durchfüttert, seine Freundin hat mit ihm Schluss gemacht und das steht mit seinen allnächtlichen Aufenthalten im Winchester Pub unmittelbar im Zusammenhang. Da er selber wie ein Zom...oh sorry, wir vermeiden das "Z-Wort". Also...da er selber wie ein Untoter durch die Gegend streunert, fällt ihm auch gar nicht aus, dass seine Mitmenschen zunehmen anfangen zu faulen, sporadisch Körperteile zu verlieren oder verdammt bissig sind.

Aber dieser Stelle wird aus der romantischen Komödie die sich in den ersten Filmminuten anbahnte, blitzschnell ein klassischer Zomb.... Film über Untote. Wobei klassisch übertrieben ist. Vielmehr spielt der Film mit den Eigenheiten des Genres. Viele Klischees aus bekannten Werken à la Romero werden hier rezitiert, wie zum Beispiel die apokalyptischen Aussagen der Kirche oder halt eben die Tatsache, dass Zo**ies in Z*m*ie Filmen nie *ombie genannt werden ;)
Der Humor ist wirklich Klasse und die Gags überzeugen nicht aufgrund ihrer Häufigkeiten, sondern weil die Pointen einfach perfekt abgestimmt sind und sitzen. Dazu gesellen sich klasse Regieeinfälle, wie die Jukebox Szene. Allein dieser Tribut an Queens "Don't stop me now" ist den DVD-Kauf wert. Allerdings sollten zarte Mägen gewarnt werden. Trotz allem handelt es sich hierbei immer noch um einen Z-Film. Zwar sind es nur zwei, klitze-kleine, aber dennoch effektive Splatterszenen, die schon bei meinem kleinen Cousin für Albträume gesorgt haben (selber Schuld, wer um die Zeit noch Fernsehen guckt).
stex vergibt 9,5/10

Hot Fuzz
Das dieser Film damals katastrophal in Deutschland floppte, ist vorallem dem bescheuerten Untertitel zu verdanken.
"Zwei abgewichste Profis"
Dem Typen, der sich das ausgedacht kann man einfach nicht genug eine scheuern! Auch heute muss ich noch Leute regelrecht anflehen, diesen Film zu gucken und bisher hat es noch keiner bereut. Ein ganzer Bus voller England-touristen würde mir in diesem Fall beipflichten ;)

Der Londoner Polizist Nicholas Angel wird in das beschauliche Sandford versetzt. Der Grund? Er lässt seine Kollegen schlecht aussehen und ist einfach zu gut für Londoner Polizei.
Widerwillig macht sich Angel auf den Weg aufs Land. Wie erwartet herrscht dort nur gähnende Langeweile, die Staatsdelikte beschränken sich auf Alkoholausschank an Minderjährige oder Ladendiebstahl und selbst darum kümmert sich kein Schwein. Doch nur kurz nach dem Eintreffen Nicholas' Rollen plötzlich Köpfe über die Kiesauffahrt.

Der erste Teil des Streifens stellt einen typischen Kriminalthriller dar, der an allen Ecken und Enden mit feinem britischen Humor versüßt wurde. Sofort lässt sich die Handschrift des englischen Trios erkennen und sogar Querverweise zu Shaun of the dead sind vorhanden. Dazu gesellen sich noch Dutzende Anspielungen auf Klassiker des Genres. Bad Boys, Stirb Langsam und Gefährliche Brandung, alle bekommen ihr Fett weg.
Aber auch hier gilt wieder, man soll sich nicht von dem Humor einlullen lassen, es geht teilweise recht heftig zur Sache. Die Kirchturmspitzen sind für viele Fans bereits zum heimlichen Hauptdarsteller geworden ;)
Und besonders die letzte halbe Stunde lässt nahezu jeden Actionfilm alt aussehen. Wer dieses filmische Juwel verpasst, sollte wirklich Besuch von "abgewichsten Profis" der anderen Sorte bekommen!
Stex vergibt 9,5/10

Donnerstag, 15. April 2010

Vicky Cristina Barcelona - Allens Trip nach Katalonien

Wer den Namen Woody Allen hört und sein zentrales Filmthema nennen müsste, würde wohl sofort mit der Antwort „Liebe“ erwiedern. Das sich diese Thematik auch noch Jahrzehnte nach Klassikern wie „Der Stadtneurotiker“ oder „Manhatten“ nicht totläuft, ist zweifellos dem Genie des ergrauten Herrn zu verdanken.

Ein weiteres seiner Markenzeichen ist diese innige Beziehung die er stets und ständig zu Städten eingeht. Aus Schauplätzen werden Neben-, ja manchmal sogar Hauptakteure, die dem ein oder anderen Schauspieler schonmal den Rang ablaufen können. Ein Glück, dass sich hier die ganze Riege der bezaubernden Performance der Hauptstadt Kataloniens anpasst.



Die Ausgangssituation ist folgende: Die eher pragmatische Vicky (Rebecca Hall) und hoffnungslose Träumerin Christina (Scarlett Johansson) verbringen ihren Sommer in Spanien, oder um es mal zu präzisieren, im namensgebenden Barcelona. Erstere steht kurz vor der Verlobung und möchte auf der Iberischen Halbinsel Infos für ihren Magister in Sachen katalonischer Geschichte machen. Christina dagegen sehnt sich nach einem Tapetenwechsel. Sie ist offen für alles und eine Hoffnungslose Romantikerin, die für einen Moment der hingebungsvollen Leidenschaft ihre Todessehnsüchte offenbaren würde.
Beide machen schon bald Bekannschaft mit dem charmanten Juan Antonio (Javier Bardem). Dieser lockt beide auf einen Wochenendtrip nach Oviedo ein und somit nehmen die Irrungen und Wirrungen ihren Lauf…

Spätestens an dieser Stelle würde wohl jeder Filmfan mit den Ohren schlackern. Die Besetzung liest sich fantastisch und spielt auch dementsprechend. Scarlett Johansson spielt zwar auf hohem Niveau, muss sich ab ihren Kollegen Rebecca Hall und Javier Bardem geschlagen geben. Letzterer zeigte noch in „No Country for old men“ eine verstörend gute Performance als kaltblütiger Killer ab. Man würde ihn hier wohl kaum wiedererkennen, wenn nicht sein Name in den Credits auftauchen würde. Jedoch bleibt es nicht bei dieser „manege à troi“, denn alle müssen sich der bombastischen Leistung von Penelope Cruz geschlagen geben. So gut hat man sie sonst nur in Pedro Almodovar Filmen gesehen, man merkt das sie nur in Spanisch ihr volles Potential entfalten kann.

Alles in allem liefert Altmeister Allen hier wieder wunderbare Filmkost ab, die zwar nicht ganz an seine Klassiker aus den 70ern heranreicht, aber aufgrund des europäischen Flairs und der großartigen schauspielerischen Leistung immernoch frisch wirkt.
Deshalb gibt es von stex: 8,5/10

Mittwoch, 14. April 2010

Scarlett Johannson übernimmt Hauptrolle in verschollenem Kubrick Film

Stanley Kubrick ist vielen von uns bestimmt als Genie und Visionär unter den Filmemachern in Erinnerung geblieben, bevor er im Jahre 1999 leider von uns ging. Seine mutigen, aber dennoch meist exzellenten Filme wie "Uhrwerk Orange", "2001 - Eine Odyssee im Weltraum" oder "Full metal jacket" sind auch heute noch absolute Klassiker ihres Genres und reifen wie ein guter Wein.
Doch dass in Rubricks Weinkeller noch mehr versteckt war, wusste man erst vor kurzem. Da fand nämlich Rubricks Schwiegersohn "Philip Hobbs" das verschollene Drehbuch "Lunatic At Large".
Der Produzent Edward R. Pressman, der sich für schon für "Thank You For Smoking" oder das Bad Lieutenant Remake verantwortlich zeigte, gab den Film schon bald darauf in Auftrag.
Nun gibt es es weitere Details zur Besetzung.

Laut Production Weekly sollen nun Sam Rockwell ("Frost/Nixon", "Moon") und Scarlett Johansson (Lost in Translation, "vicky Cristina Barcelona") als Hauptakteure verpflichtet werden.

"Lunatic At Large" soll eine dunkle Misterygeschichte werden, die sich um einen geflüchteten Axenmörder dreht. Währenddessen treffen der jähzornige Johnnie Sheppard und die attraktive Alkoholikerin Joyce auf einem Karneval auf allerlei skurrile Gestalten. Es folgen Verwirrspieleum den "Axenmörder", einen Alligator-Mann und eine Frau mit einem Maulwurfsgesicht...
...
Na das hört sich ja mal wunderbar abgefuckt an. Also ich kanns kaum erwarten und mal schauen, wer dann Regisseur sein wird. Werner Herzog scheint gar nicht mal so unwahrscheinlich.

Dienstag, 13. April 2010

Newsticker+++ Tanzende Teufel, stalkende Glatzköpfe, Teddybären ab 17 und Fortsetzungswahn

+++Newsticker vom 13.4.2010+++

+++Tanz der Teufel 4 geplant? Nicht Ted Raimi fragen!+++
Sam Raimi ist vielen von euch bestimmt als Resgisseur der Spider-Man Filme bekannt, doch früher sorgte er mit der Evil Dead Trilogie (auch bekannt unter dem Titel "Tanz der Teufel") für Aufruhr.
Die Filme waren Fun-Splatter vom Feinsten und erarbeiteten sich schnell eine große Fangemeinde.
Da die Fortsetzung der Spinnefilme nun aber in fremde Hände gelegt wurde, vermuten viele Fans, dass Raimi eine Fortsetzung des Projekts plant. Dieser hielt sich aber bis jetzt bedeckt und deswegen hakte man bei seinem Bruder Ted Raimi nach.
“Well it might happen … but then again … it might not happen. You know, it’s really Sam’s project, it’s not my project so I certainly don’t want to speak for him but I hope it does go through…I know a lot of fans would really love to see it. So that’s a big deal for them.”
Menno, wir wollen Infos! So müssen wir wohl weiter hoffen, dass sich Bruce Campbell zusammen mit Raimi aufrafft und uns noch mehr abgefahrene Kettensägenaction beschert.
via Filmshaft

+++ Riddick 3 hat den Untertitel "Dead Man Stalking"+++
Jepp, richtig gelesen. Dieser sperrige Titel wird zumindest in der englischen Version des Films die Kinoplakate zieren. In Deutschland wird man sich wahrscheinlich eine noch sperrigere Übersetzung einfallen lassen.
So, genug gelacht. Weiter im Text
via Film-news

+++Seth McFarlane gibt Leinwanddebüt+++
Seth MacFarlane sollte von von euch als Family Guy und American Dad Schöpfer bekannt sein. Demnächst wird man ihn auch als Kino-Regisseur kennen lernen, da man plant mit ihm die Komödie "Ted" in Angriff zu nehmen. Die gesellschaftskritische Brisanz des Stoffes kann man schon nach den ersten Infos erahnen, denn es geht um einen Mann....und einen Teddybären.
Aber trotzdem soll es recht heftig zu Sache gehen, so strebt man in America eine Freigabe ab 17 an. Na mal sehen ob Seth die gewohnte Family Guy Qualität halten kann.
via Filmstarts

+++Fortsetzung zu "Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen" geplant+++
Vor kurzem hatte ich ja schon eine Review zum Animationsknaller veröffentlicht. Nun spielt Sony mit dem Gedanken eine Fortsetzung zu veröffentlichen. Diese soll auf der Fortsetzung des gleichnamigen Kinderbuchs basieren und davon Handeln wie die Essenreste an die hungernden Länder der Welt verteilt werden. Regie geführt wird dabei wie in den Teilen davor von Phil Lord ("Shrek der Dritte") und Chris Miller ("Clone High").
Mjam!
via Filmstarts

und als Rausschmeißer noch ein Filmchen wie South Park wohl im Real-life aussehen würde.

Montag, 12. April 2010

Insider Tipp - (500) Days of Summer



(500) Days of Summer

This is a story of boy meets girl. But you should know up front, this is not a love story.

Unter den ganzen Liebesfilmen, Chick-Flicks und Teenie-Komödien die letztes Jahr mal wieder auf den Kinomarkt geworfen wurden, schlummerte eine ganz besondere Perle, die ich euch heute mal näher bringen möchte.

Die eigentliche Geschichte könnte simpler nicht sein. Tom (Joseph Gordon-Levitt), ein verschüchterter Tagträumer, arbeitet in einer Grußkartenfirma. Der Chef bekommt eine neue Assistentin an die Seite gestellt namens Summer (Bezaubernd: Zoey Deschanel). Nach anfänglicher Holpereien finden die Beiden zueinander und es beginnt ein leidenschaftliches Verhältnis. Wie der Titel jedoch bereits erahnen lässt, hält dieses nicht ewig. Wer jetzt schon aufschreiben möchte: "Halt! Der spoilert ja den ganzen Film!", den möchte ich beruhigen, denn der Film spoilert sich selbst! Dieser springt nämlich von Tag zu Tag der Beziehung, so erfahren wir zum Beispiel relativ früh von der Trennung, aber verstehen erst kurz vor Schluss wieso es überhaupt dazu kam. Und hier kommen wir schon zu dem Punkt, der den Film gerade für Männer interessant macht: Der quasi nicht vorhandene Kitsch! Gerade die männliche Sicht der Dinge, die für Liebesfilme dann doch eher selten ist, dringt hier in den Vordergrund und jeder Mann der sich schonmal richtig verarscht vorkam, wird sich hier mit schmerzverzerrtem Geschicht wiedererkennen. Allein schon die ersten 3 Bemerkungen des Autors zeigen, worauf man sich in den folgenden 100 Minuten einstellen kann:

The following is a work of fiction.
Any resemblance to persons living or dead is purely coincidental.

Especially you Jenny Beckman.
Bitch.



Es ist schon erstaunlich, dass dieses Filmjuwel gerade vom ehemaligen Musikvideo Regisseur Marc Webb stammt. Aber man merkt es dem Film auch an nahezu allen Ecken an. Zum einen wären da die kreativen Regieeinfälle, zum Beispiel Toms Erwartungen von einem Treffen und die Realität im Splitscreen nebeneinander laufen zu lassen. Dazu gesellt sich der fantastische Soundtrack, der nahezu perfekt auf das Leinwandgeschehen abgestimmt wurde. Auch vor einer kleinen Tanz-Nummer wurde nicht halt gemacht, doch auch diese wirkt äußerst charmant und wurde galant integriert.
Alles in allem, möchte ich diesen Film wirklich ALLEN die auch nur im Entferntesten etwas für gut gemachte Liebesgeschichten übrig haben, ans Herz legen. Besonders die männliche Belegschaft sollte einen Kauf der DVD abwägen.

Von stex gibt es deshalb:
9.5/10

Sonntag, 11. April 2010

[Update] "Neuer" Spider-man anscheinend gefunden



Update:


Da war wohl wieder jemand etwas vorschnell. So wie es aussieht hatte Sony zwar Gespräche mit Logan, aber er wird definitiv nie Spiderman verkörpern. Also geht die Darstellersuche wohl wieder von vorne los.
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Wie einige von euch mitbekommen, plant Sony im Sommer 2012 die Spider-Man Serie neu aufzulegen. Soll heißen: Kein Tobey Maguire als Spinnenmann und auch kein Sam Raimi als Fädenzieher hinter der Kamera (hihi, "Fädenzieher", get it? :D). Stattdessen wird der (spätestens seit dem grandiosen "(500) Days of summer") von mir sehr geschätzte Marc Webb Regie führen.
Und so wie es aussieht, wurde nun auch der neue Achtbeiner gefunden. 

"Logan Lerman" scheint Sonys erste Wahl gewesen zu sein. Der Junge hat unter anderem im  Percy Jackson Film die Hauptrolle übernommen, ist aber auch für andere Streifen bekannt. Zum Beispiel sammelte er jüngst auch in "Gamer" und "Todeszug nach Yuma" Leinwanderfahrung.

Alles in allem ist das bestimmt eine sinnvolle Entscheidung, jedoch sollte spätestens jetzt jedem klar sein, dass Sony den Fuß in neue Gewässer setzt. Spider-Man "4" soll eher Teenie-lastig sein und sich damit beschäftigen, wie Peter Parker noch versuchte Hausaufgaben, Mädchen und Verbrecherbekämpfung unter einen Hut zu bringen. Allerdings sollte man nun keine voreiligen Schlüsse ziehen, sondern erstmal abwarten, was uns da im Sommer 2012 erwartet.

Samstag, 10. April 2010

Serienreview: Dexter Staffel 2



Ich nehme mal an, die Meisten von euch kennen die Serie Dexter nicht. Das ist ja auch kein Wunder. Staffel 1 wurde vor knapp 1,5 Jahren von RTL2 einmal ausgestrahlt und die zweite Staffel lief vor kurzem ebenfalls auf RTL2. Leider erst im Nachtprogramm und dort nur in Doppelfolgen...was an einem Sonntag ganz schön ermüdend sein kann. Dennoch lohnt sich das aufbleiben, denn die Serie ist zweifellos eine der Interessantesten der letzten Jahre.

Die Hauptfigur Dexter Morgan arbeitet im Morddezernat in Miami. Dort untersucht er Blutspuren und hilft somit in den meisten Mordfällen den Täter aufzuspüren.
Soweit, so gewöhnlich....
Doch jetzt kommt der Clou: In seiner Freizeit ist Dexter Serienmörder. Er zieht durch Miami und zieht alle Verbrecher zur Rechenschaft, die durch das Lücken des Gesetzes fallen. Man kann ihn sich wie ein moderner Robin Hood vorstellen, nur dass Dexter hier auch aus persönlichen Motiven handelt. Für ihn ist es eher eine Sucht, die er am Abschaum von Miami auslässt.
Soweit zur Vorgeschichte...
In Staffel 2 droht alles ans Licht zu kommen. Seine Leichenteile (die er sonst immer fein säuberlich im Bay Harbour versenkt hat) wurden entdeckt und seine Kollegen im Morddezernat machen Jagd auf den Mörder. Nur wissen sie noch nicht, dass ihrer Kollege selbst der "Bay Harbour Metzger" ist.
Was die Serie auszeichnet ist vorallem der Hauptcharakter himself, Dexter. Obwohl er eigentlich ein Monster ist, dass nachts umherstreift und Leute abschlachtet, ist man als Zuschauer die ganze Zeit auf seiner Seite. Die Polizisten, die jedem anderen Krimi wohl die klaren Sympathieträger wären, rücken in den Hintergrund, ja manchen wünscht man sogar die Krätze an den Hals, obwohl sie nur versuchen den Fall zu lösen.
Im Verlauf der 12 50-minütigen Folgen erwarten den Zuschauer eine Menge überraschende Wendungen, die jedoch zu keiner Zeit ins Lächerliche abdriften, so wie es bei 24 manchmal war. Viel mehr überrascht einen die Serie immer wieder erneut mit der dunklen Kindheit Dexters oder den Nebenhandlungssträngen.
Also von mir, stex, gibt es eine klare Empfehlung. Allerdings sollte man sich erstmal die erste Staffel angesehen haben, die vom Spannungsniveau der Zweiten sehr ähnlich ist.

Freitag, 9. April 2010

Kurzkritiken #1


Dead Snow
Man stelle sich folgende Überschrift vor:
"Zombie Nazis, welche ihr Nazigold suchen, zerfetzen norwegische Touristen"
Hand aufs Herz, wer glaubt von euch, dass daraus ein vernünftiger Film entstehen könnte? Okay, jetzt melden sich vermutlich die ganzen Fun-Splatter Fans unter euch, aber auch meine Hand ist gerade oben. Und das zurecht! Der Regisseur Tommy Wirkola liefert hier mit seiner kleinen Independent Schnetzelei ein hervorragenden Film für gemütliche Männerabende ab. Klar ist die Handlung beschränkt, die Schauspieler unterdurchschnittlich und die Handlung berechenbar. Aber das trifft ja eh auf die Meisten Horrorfilme zu. Was Dead Snow von diesen abhebt ist der wirklich rabenschwarze Humor und die ganzen Zitate und Verweise auf Klassiker des Genres.
Fazit: Leute mit starkem Magen, schwarzen Humor und einem Faible für Zombies in Nazi-Uniform sei der Film wärmstens ans Herz gelegt.
Deswegen gibt es von stex
7/10


Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen
Eins vorne weg:
Als ich den Film gesehen habe, saß ich alleine in einem Kino voller Kindern, neben mir ein gestresster Familienvater und vor mir eine Kolonne von Zwergen mit 3D Brille. "Na das kann ja heiter werden" und hey! Es wurde heiter! Verdammt heiter sogar! Ich musste lange zurückdenken, aber mir fiel nicht mehr ein, wann ich das letzte mal bei einem Animationsfilm so gelacht habe. Ja, teilweise habe ich sogar mehr gelacht als die Kleinen. Doch wie kommt es dazu?
Kurz was zur Handlung: Flint ist schon seit dem er ein kleiner Junge ist, Erfinder und leider auch zum Scheitern verdammt. Seine Erfindungen sorgen meist nur für ein gigantisches Chaos und Zerstörung. Doch eines Tages gelingt es ihm eine Maschine zu erfinden, die aus dem Wetter lecker Nahrungsmittel zaubert, die dann natürlich auch postwendend auf die Erde flattern. Burger-Regen, Spaghetti-Tornados und Schoko-hagel sind da nur die Spitze der Keks-Fahnenstange. Flint mutiert zum Helden für die Einwohner und auch die Wetterfee Sam Sparks zeigt nun plötzlich Interesse an ihm.

Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen ist vorallem eins: Extrem unkonventionell. Das fängt schon bei den Figuren an. Die durchweg runden und blassen Gesichtern und übertriebenen Animationen machen die Einwohner der Thunfisch Insel sofort sympathisch. Dazu kommt der oft überspitze und nerdige Humor. Allein die Stelle in der Flints völlig überforderter Vater versucht eine Mail an sein Handy zu schicken, ist die Kinokarte wert!
Leider muss sich der Film hier dem obligatorischen Vergleich mit Pixars "Oben" beugen. So erreichen die Fleischbällchen leider nicht die Tiefe, aber als Kino bzw. DVD Fast-Food sind sie ideal!
Deswegen gibt es von stex
8,5/10

Let's get this project started!

Bonjourno und Herzlich Willkommen liebe Leser!

Hier ensteht ab jetzt ein wunderbarer und (hoffentlich) erfolgreicher Blog zum Thema FILM.
Auf was darf sich der geneigte Leser freuen? Nunja, auf umfassende Filmreviews, DVD-Kritiken, Blu-rays dessen Qualität auf Herz und Nieren geprüft wird und gelegentliche Insider-Tipps.
Geschrieben werden die Einträge von 3 äußerst kompetenten Filmfans. Also freut euch schonmal auf die Beiträge von Johnny Walker, Artemis und stex.

Letzterer bin ich und ich mach mit einer kleinen "Umfrage" mal den Anfang.
Ich glaub das ganze nennt sich "Stöckchenumfrage" und es zeigt meinen Filmgeschmack wohl mehr als deutlich.

01) Ein Film, den du schon mehr als zehnmal gesehen hast: Kill Bill vol.1

02) Ein Film, den du mehrfach im Kino gesehen hast: Inglorious Basterds (2mal!)

03) Ein Schauspieler, wegen dem du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen: Clive Owen

04) Ein Schauspieler, wegen dem du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen: Tom Cruise

05) Filmmusical, dessen Songtexte du komplett auswendig kannst:ähhh.... eventuell Dr. Horrible

06) Ein Film, bei dem du mitgesungen hast: Dschungelbuch.(damals)

07) Ein Film, den jeder gesehen haben sollte: Pulp Fiction/Oldboy

08) Ein Film, den du besitzt: Nur einer? Oh da gibts soviele!

09) Ein Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat: Brad Pitt. Der Mann hat als Model angefangen, für mich ist „modeln“ ja ein absoluter Minuspunkt. Aber der hat sein Talent zweifelsohne bewiesen, und davor ziehe ich meinen Hut.

10) Schon mal einen Film in einem Drive-In gesehen? Nö

11) Ein Film, den du immer schon sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist: City of God

13) Hast du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war? Ja! Asterix und Obelix bei den olympischen Spielen!

14) Ein Film, der dich zum Weinen gebracht hat? Uff...da gibts viel :'( Die Verurteilten, Forrest Gump, Oben

15) Popcorn? Ja aber nicht viel

16) Wie oft gehst du ins Kino? Ich versuchs mindestens einmal im Monat

17) Welchen Film hast du zuletzt im Kino gesehen? Shutter Island (stand 1.4.2010)

18) Dein Lieblingsgenre? Komödie/Zombie/Thriller/Action

19) Dein erster Film, den du im Kino gesehen hast? Achtu gott...was war denn das? Auf jedenfall ein Trickfilm

20) Welchen Film hättest du lieber niemals gesehen? Blair Witch Project *gähn*

21) Der merkwürdigste Film, den du mochtest? Bubba-ho-tep

22) Der beängstigendste Film, den du je gesehen hast? Martyrs/[rec]

23) Der lustigste Film, den du je gesehen hast? Hangover/Neues vom Wixxer/Hot fuzz/Whatever works und schlecht gemachte Horrorfilme am laufenden Band^^

So ich denke, dass reicht erstmal für den Anfang.
Auf gutes gelingen!

stex