Samstag, 16. April 2011

"28 Days Later"- Vergeblich auf den Thrill gewartet...

Dass "28 days later" kein Horrorschocker erster Güte wurde, liegt vorallem am mäßig eingesetzten Schrecken, keinen vorhandenen Schocks und wenig Indentifikationspotenzial mit seinen Figuren.

Danny Boyle sucht das Realistische in seinen Bildern, er wirkt oft karg, er setzt auf eine schöne Fotografie und entscheidet sich (Brian Gleeson einmal ausgenommen), gegen die Sympathie zu seinen Protagonisten. Erstaunlich blutarm und zahm für einen Zombie- oder besser gesagt Infiziertenhorror läuft der Roadmovie gegen die Wand. Um ein spannender Endzeit-Horrorthriller zu sein, schockt er nicht genug, bleibt zu brav, für ein Drama zu arm an interessanten Figuren und für einen gesellschaftlich kritischen Film scheint die politische Auseinandersetzung mit dem Thema Quarantäne fast nicht vorhanden zu sein und drückt sich vor Antworten.

Somit ist "28 days later" wenn auch gut fotografiert, annehmbar gespielt und musikalisch anständig gemacht, Boyles schlechtester Film, weil unausgereift wirkend.

Der zweite und auch meiner Ansicht nach bessere Teil ist sich vollkommen klar, was er sein möchte und treibt den Adrenalinspiegel in die Höhe, weil er einfach ein Horrorschocker ist.

Fazit: Schwacher Boyle.

3,5/10 Punkte

Walker

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